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Donnerstag, 3. Dezember 2020

Espressomaschine von innen

Die Espressomaschine (Saeco Tschibo Diabolo, im Original Saeco Crema) wollte nicht mehr. Die Pumpe hörte man laufen, jedoch kam kein Wasser. Schon einige Zeit stand sie ungenutzt herum. Nun schaute ich doch mal hinein. 

Blick in die Espressomaschine. Unten die
Heizeinheit, mit dem Ventil für den Dampf.
Darüber die Pumpe. Rechts der Saugschlauch,
links der zur Heizung führende Druckschlauch.

Ich befürchtete einen Defekt der Pumpe, undichte Dichtungen oder so. Letzlich war es dann aber nur so, dass Luft im Saugschlauch war und es die Pumpe warum auch immer nicht schaffte, Wasser anzusaugen. Es half, den Wasserbehälter, dessen Rand höher lag als die Pumpe, randvoll mit Wasser zu füllen. So gab es in der Saugleitung einen leichten Überdruck. Schon saugte die Pumpe an und die Maschine funktionierte wieder. 

Dienstag, 7. April 2020

Ölpumpe reparieren

Heute versagte die Einspritzpumpe der Heizung ihren Dienst. Übrigens nach 28 Jahren verlässlichen Betriebs (da kann das schon mal passieren). Heizung und Wasser wurden allmählich kälter. Was tun? Eine neue Pumpe hätte erstens irgendwas um 60 Euro gekostet, hätte zweitens mit allen Verschraubungen angeklemmt werden müssen und wäre drittens nicht sofort zur Hand gewesen. Also ran an die Mechanik. Nun weiß ich auch, wie so eine Pumpe, eine Zahnradpumpe funktioniert, und am Ende war auch alles wieder in Ordnung.

Die Pumpe ist axial hinter dem Lüftermotor des Gebläsebrenners befestigt und wird von diesem über einen Mitnehmer aus Kunststoff angetrieben. Das Lüfterrad (sonst recht leichtgängig) ließ sich von Hand kaum drehen. Bei abgenommener Ölpumpe drehte es sich wieder leicht, also lag der Fehler an der Pumpe.

Die Ölpumpe auf dem Lüftergehäuse. Unten Öl-Zulauf
und -Rücklauf, oben das Magnetventil,
rechts die Leitung zur Brennerdüse.

Hinter dem Deckel liegt als erstes der Ölfilter der Pumpe. Dahinter verbirgt sich der eigentliche Pump-Mechanismus. Dieser ist erstaunlich simpel aufgebaut: zwei Edelstahlscheiben (ca. 4..5 mm dick) mit einigen Kanälen, durch die das Öl strömt. In der unteren Scheibe sitzt in einem kreisförmigen Ausschnitt eine runde Scheibe mit Innen-Zahnkranz. Angetrieben wird diese Zahnscheibe von einem kleinen Ritzel, das vom Gebläse angetrieben wird. Die Zahnscheibe transportiert Zahn für Zahn eine kleine Ölmenge, die durch immer enger werdende Kanäle gedrückt wird. Dadurch steigt mit jeder "Pumpenstufe" der Druck. Eigentlich simpel.

Montag, 20. Juni 2016

Motorkohlen an der Waschmaschine wechseln

Wenn die Waschmaschine nicht mehr dreht, dann sind wohl mal wieder neue Motorkohlen fällig. Inzwischen schaffe ich es in einer halben Stunde: Waschmaschine hinten aufschrauben, Riemen runter, Motor raus, alte Kohlen raus, neue Kohlen rein, Motor einbauen, Riemen rauf, Waschmaschine zuschrauben.

Motor einer Siemens-Waschmaschine, mit
alten (rechts) und neuen (links) Kohlen. Mit
dem Steckverbinder werden sie kontaktiert.

Etwas fummelig ist der Einbau der Kohlen, weil (jedenfalls bei unserer Waschmaschine) dazu kleine Messingzungen auf- und wieder zugebogen werden müssen und die Federn dabei von Hand reingedrückt werden müssen. Geht aber dennoch easy. Die Kohlen müssen sich in dem Kohlenhalter leicht bewegen können (damit die Feder sie gut an den Kollektor drücken kann). Wenn sie schwergängig sind, dann mit Schleifpapier abschleifen bis alles passt. Maße: 12,3 x 4,8 x 35 mm (die alten Kohlen waren auf ca. 10 mm runtergeschliffen). Für die Siemens-Waschmaschine hatten die Kohlen bei einem großen Internethändler die Bezeichnung "Kohlebürsten ersetzt Bosch T-Nr.154740, Siemens WH5029101".

Unbedingt vorher den Stecker ziehen! Und vom Kohleabrieb bekommt man schwarz Hände. Die Hände vorher mit Pr88 eincremen verhindert, dass der Dreck in die Poren einzieht und hilft beim Händewaschen.

Bei der Haltbarkeit der Kohlen scheint es Unterschiede zwischen den originalen und Noname-Kohlen zu geben. Die originalen waren irgendwas um 10 bis 12 Jahre drin, die irgendwo gekauften "baugleichen" Kohlen hielten jeweils ca. 3 Jahre. Aber bei einem Preis von knapp 6 Euro ist das zu verschmerzen.