| Eröffnung der Ausstellung durch Dagmar Schubert von der Magdeburger Feuerwache |
Betritt man die Galerie Süd im Obergeschoss der Feuerwache, so fallen auf den weißen Wänden als erstes die riesigen schwarzen Quadrate ins Auge. Unübersehbar bestimmen sie den Raum. Erst auf den zweiten Blick werden die Unterschiede deutlich: da ist schwarz nicht gleich schwarz, ergeben sich geometrische Strukturen, Wischeffekte, aufmodellierte Farbschichten, das alles auch abhängig vom Lichteinfall – man sollte wohl unbedingt nochmal bei Tageslicht kommen und sich die Bilder neu anschauen. Wenn es denn stimmt, dass die Eskimos 100 Wörter für Schnee haben, dann hat Jochen P. Heite bestimmt auch ebensoviele für Schwarz.
Elisabeth Heinemann hat in ihren großen und großartigen schwarzweißen Porträts Künstler und Politiker abgebildet. Viele der Porträtierten kennt man aus dem Fernsehen, von der Bühne oder aus dem Kino. Elisabeth Heinemann schafft es, sie unverwechselbar und doch anders darzustellen, als man sie aus den bewegten Bildern kennt. Fotografie ist eine Sache des Augenblicks und als eigentlicher Vorgang in Sekundenbruchteilen getan – es braucht aber sehr viel Zeit, diesen Augenblick zu finden, ihn zu gestalten. Und sehr viel Vertrauen zwischen Fotograf und Fotoobjekt.