Mittwoch, 30. November 2022

Albers Brauerei Gädebehn

Bei einem Kurztrip nach Schwerin fiel uns in der Innenstadt, in Domähe, in einem Wildgeschäft (wo sonst, wenn man auf die Bilder schaut. Und ja, manchmal kauft man auch nach Etikett) das Bier der Brauerei Albers aus Gädebehn bei Crivitz in die Hände. Leider nur die drei Sorten. "Eigentlich gab es noch eines", sagte der Verkäufer, "das war vorhin noch da, ist jetzt wohl raus". Schade, denn auch das vierte, ein American Pale Ale ("Hühnerschreck") hätte mich interessiert. Heute waren also drei Biere in der Verkostung. Vielleicht gibt es das vierte ja auch Online bei der Brauerei.

Das Helmut ist ein Helles Lager, das sehr leicht und einfach daherkommt. Hellgelb, mit frischer Kohlensäure und stabilem Schaum. Leichter Geschmack, wenige malzig, aber auch nur wenig Bitterkeit. Statt des aktuellen Novembers vielleicht eher für die Erfrischung an heißen Tagen gut. 

Donnerstag, 17. November 2022

Freitag, 11. November 2022

Multiphonics: Junge Komponisten, Orgel und Chor

"Von Spiegel-Pfeifen und Tenororgeln" war das Konzert überschrieben. Zu hören waren Werke junger Komponisten. Das Konzert in der Gertraudenkirche Magdeburg war der Auftakt von Multiphonics, den Tagen der Jungen Musik des Musikalischen Kompetenzzentrums Magdeburg.

AuditivVokal Dresden
Leitung: Olaf Katzer
Ivan Terekhanov – Orgel
AuditivVokal Dresden unter Leitung von
Olaf Katzer und Ivan Terekhanov (Orgel)

Das Konzert begann mit einer Improvisation des 19jährigen Ivan Terekhanov an der Rühlmann-Orgel der Gertraudenkirche. Mächtige Orgelklänge aus allen Registern mit einem sanften Mittelteil. Auch im Anschluss spielte die Orgel eine wichtige Rolle, als Begleitung der Sängerinnen und Sänger oder als Soloinstrument. Die Sängerinnen und Sänger wechselten dabei stets zwischen Orgelempore und Altarraum. Das lockerte die Konzertatmosphäre auf und war angesichts der niedrigen Temperaturen wohl auch zum Aufwärmen nützlich.

Das Konzert war in zweifachem Sinn ein Gastspiel. Das Ensemble kam aus Dresden – auch die jungen Komponisten, im Alter zwischen acht und achtzehn Jahren, der jüngste war persönlich anwesend, kamen überwiegend aus Sachsen und sind dort Schüler*innen der Komponistenklasse Dresden. Ihre Werke waren allesamt Uraufführungen und viele von ihnen hatten erstmals die Möglichkeit, für Kirchenorgel und Vokalensemble zu komponieren.

Donnerstag, 10. November 2022

Holocaust-Gedenken: Ruth Weile aus Schönebeck, 15 Jahre.

Einen Tag nach dem Gedenktag an die Pogrome des 9. November 1938 hielt die niederländische Historikerin Afke Berger einen Vortrag über eines der jüdischen Opfer aus Schönebeck, die 1928 geborene Ruth Weile. "Sie war ein fröhliches Kind", konnte sie anhand der Fotos und von Augenzeugenberichten feststellen.

Die Beschäftigung mit dem Leben von Ruth Weile war ein Stück weit ein Zufall: "Zu Beginn meines Studiums beschäftigte ich mich mit jüdischen Flüchtlingen und kam in dem Zusammenhang mit einer alten Frau in Kontakt, die mir ein Fotoalbum gab. Es war dies das Fotoalbum von Ruth Weile. Diese hatte es ihrer niederländischen Freundin zu Aufbewahrung gegeben, bevor sie von Amsterdam aus in das Sammellager Westerbork transportiert wurde". 

Montag, 7. November 2022

Handwerksbrauerei Schütte Sommer-Pils

Der Sommer ist schon längst vorbei - andererseits so lange auch wieder nicht, denn erst vor einer Woche, am 30. Oktober, war der letzte Sommertag des Jahres, mit 25,5 Grad. So kam jedenfalls heute das Sommer-Pils aus der Handwerksbrauerei Schütte aus Rottmersleben noch ganz passend in mein Verkosteglas. Ein interessantes und trotz des intensiven Geschmacks leichtes Bier.

Montag, 31. Oktober 2022

Orgel, Drums & Light

Am Reformationstag gab es in St. Johannis in Bad Salzelmen ein besonderes Konzert, in einer gelungenen Verbindung vom Spiel der Instrumente mit vielfarbigen Lichteffekten. 

Carsten Miseler – Orgel
Julius Jung – Violine, Piano
Stephan Miseler – Cello
Vincent Thormann – Schlagzeug, Perkussion
Jürgen Groth – Lesung 
Jacob Miseler – Lichteffekte
Norman Staude – Ton und Medien
Carsten Miseler begrüßt die Konzertbesucher
in der bis zum letzten Platz vollen
St.-Johannis-Kirche, bevor er sich
auf der Empore an die Orgel setzte.

Die Ankündigung des Konzertes muss sich herumgesprochen haben, denn schon weit vor Konzertbeginn kamen die ersten Besucher, und sie kamen so zahlreich, dass am Ende auch die Sitzplätze an den Seiten der Kirche besetzt waren und noch zusätzliche Stühle herangeholt wurden."Es gibt übrigens keine schlechten Plätze", rief Carsten Miseler den Besuchern zu, "die Musik ist von überall hörbar und auch zu sehen gibt es in der ganzen Kirche etwas". Für das gute Sehen sorgte unter anderem ein großer Fernseher vor dem Altar und ein Technik-Team, das dort die Musiker mit Kameras nahe heranholte. Auch Carsten Miseler und Vincent Thormann, die sonst oben auf der Orgelempore unsichtbar geblieben wären.

In der Kirche schien es, als wäre ein wenig von dem Herbstnebel hereingeschwappt, der Bad Salzelmen und Schönebeck einhüllte. Nur waren es drinnen Spuren vom Bühnennebel, der die Strahlen der Lichttechnik besser sichtbar machte. Die bei Landschaftsfotografen so beliebte "Blaue Stunde" schien es nun drinnen zu geben, eine geheimnisvolle, Erwartungen weckende Lichtstimmung. 

Sonntag, 30. Oktober 2022

Sinuston: Zurück zum Mond

Bei Sinuston, den Magdeburger Tagen der elektroakustischen Musik, gab es auch in diesem Jahr wieder ein Familienprogramm. Im Programmheft stand "5+" – und ich kann bestätigen, sowohl mein Enkel als auch ich, wir waren beide gleichermaßen fasziniert von dieser phantastischen Reisegeschichte von der Erde bis zum Mond. 

Spiel, Regie, Dramaturgie, Text: Sandy Gärtner
Ausstattung, Regie, Dramaturgie, Text: Wolfgang Krebs


Als Bühne im Turmpark, dem alten Wasserwerk unterhalb des Wasserturms Salbke (Magdeburg) genügte ein schwarzes Partyzelt, einige Bücher, eine Popcornmaschine und, ganz wichtig, eine Karte unseres Sonnensystems (die Luna als Planetenexpertin erklärte) sowie ein riesiger Vollmond. Denn diesen besuchte sie bereits an ihrem 8. Geburtstag. 

Sauer darüber, dass die nun erwachsene Luna (Sandy Gärtner) bei einer aktuellen Expedition zum Mond nicht mitfliegen durfte, erzählte nun die 8jährige Luna Mondmädchen (als Puppe) die Geschichte ihrer Reise zum Mond. Damals war sie sogar auf der Rückseite des Mondes, wo sie an einem Baum silberne Äpfel pflückte. Und sie half einem auf dem Mond mit seinem Raumschiff gestrandeten Außerirdischen.