Dienstag, 3. November 2026

Sinuston-Festival

Das Sinuston-Festival ist vorüber, es waren wieder großartige Konzerte und Performances dabei. 


Die Konzertrückblicke und Fotos veröffentliche ich hier. Ich muss aber noch um etwas Geduld bitten. Ich hoffe ich schaffe es am nächsten Wochenende. 

Donnerstag, 29. Oktober 2026

Living inside the voice

Ein Konzert im Rahmen des Sinuston-Festivals, mit einer Live Performance aus Gesang und sensorgesteuerten Sounds, im großen Kirchenschiff der Klosterkirche des Magdeburger Klosters unser Lieben Frauen.

Franziska Baumann – Gesang, Live-Elektronik

Das Sinuston-Festival begann heute mit einer beeindruckenden Sound- und Gesangs-Performance von Franziska Baumann. In der Telemann-Konzerthalle, der früheren Klosterkirche im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, hatte sie ihr Computer-Equipment aufgebaut, das sie mit Sensor-Handschuhen steuerte. Das Publikum saß mitten in einer quadrophonischen Anordnung von Lautsprechern. Mit Arm-, Hand- und Fingergesten gesteuert kamen voher gesampelte oder auch live eingesungene Töne aus allen Ecken des Raumes, hallten in der großen leeren Kirche nach und überlagerten sich mit der menschlichen Stimme. Mitunter schien es, als würde Franziska Baumann selbst die Fähigkeiten ihres Systems ausloten wollen und sich über die von dieser generierten Klänge wundern, dann wieder waren es gezielt gesteuerte Bewegungen, mal tänzerisch, mal mit befehlenden Gesten, mit denen sie dem Raum Töne zuwies. 

Ihr Gesang ist lautmalerisch, von der Musik beeinflusst – und die Musik beeinflussend, wenn sie ihre Stimme sampelt und wieder einspielt. Es ist schon eindrucksvoll, wie sich Bewegung und Ton überlagern. Und wer die technischen Aspekte gar nicht weiter beachtet und sich voll auf Bewegung und Musik einstellt, für die ist es tatsächlich so, als befiehlt Franziska Baumann mit ihren Händen den Tönen 


Freitag, 27. Februar 2026

Jazzlounge feat. Felix Hünemöller

Die Hausband des Gesellschaftshauses Magdeburg hatte sich für ihre heutige Jazzlounge den Trompeter Felix Hünemöller als Gast eingeladen. 

Marius Moritz – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Ludwig Buschendorf – Schlagzeug
Felix Hünemöller – Trompete, Flügelhorn


Die Hausband beginnt zunächst als Trio, mit einigen Jazz-Standards, mit "etwas Popmusik", wie Marius Moritz den Abend anmoderiert, lässig und unaufgeregt gespielt. Dann bitten sie den Trompeter Felix Hünemöller auf die Bühne bitten. "Einen Trompeter hatten wir in dieser Runde noch nie", sagt Marius Moritz, "und er ist nicht nur der erste Trompeter in unserer Runde, sondern mit 23 Jahren auch der jüngste Gast". Felix Hünemöller, der aus Stendal stammt, studiert aktuell an der Kölner Musikhochschule Trompete und Flügelhorn. Später sagt er noch, und da schließt sich der Kreis zu einer anderen Magdeburger Jazz-Reihe, "mein Trompetenlehrer ist im März bei Jazz in der Kammer zu Gast". Was mal wieder zeigt, wie verknüpft die Jazz-Welt ist. 

Begleitet von der Jazzlounge-Band setzt Hünemöller eigene Akzente auf Jazz-Klassiker, aber auch auf Stücke unbekannterer Komponisten. Gleich zu Beginn eine groovige Variante von "Speak Low", später auch Bebop ("Joy spring") oder zeitgenössischen Jazz. 

Montag, 9. Februar 2026

photoART Magdeburg

Heute wurde die Ausstellung photoART Magdeburg im Allee-Center Magdeburg eröffnet. Schon zum zweiten Mal veranstaltet das Allee-Center diese Ausstellung von Fotograf*innen aus Magdeburg und Umgebung. 


Das Allee-Center, eine der beiden großen Magdeburger Shopping-Meilen ist eine gute Adresse, denn dort findet sich nicht nur das Kunstpublikum, sondern auch jede Menge Laufkundschaft. So auch schon bei der Vernissage, und da sist gut so. Das Medium Fotografie bekommt so noch mehr Öffentlichkeit. 

Neben den zufälligen Passantinnen und Passanten im Allee-Center war das übliche Premierenpublikum aber auch da. Magdeburger Fotografinnen und Fotografen, ihre Models (wenn Personen dargestellt sind), Kunstinteressierte. Ein Treffen von Gleichgesinnten, mit denen man über Fotos, Stile und Technik sprechen konnte. 

19 Fotografinnen und Fotografen wurden aus einer großen Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt, bei der Eröffnung war von mehr als hundert die Rede, und so gibt es auch eine große Bandbreite: Landschaften, Street Photography, Tiere, Menschen, Tiere und Menschen, Strukturen und Formen, Autos und sogar fotografierte Spielzeug-Miniaturen, Schwarzweiß und Farbe. 

Freitag, 23. Januar 2026

Christoph Kunze: Sinnbilder

Christoph Kunze, Psychologe und Fotograf aus Magdeburg, stellt zur Zeit eine Auswahl seiner Fotografien und Fotografiken in der Galerie Kunst-Kontor in Schönebeck aus. Fotos in einer großen Bandbreite von Straßenszenen über Naturfotos bis zu aus den Fotos erstellten Grafiken. Heute fand die Vernissage statt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis 28. Februar 2026. 

Die Laudatorin des Abends, Elisabeth Heinemann (links)
gemeinsam mit Christoph Kunze und seiner Frau,
die zu den Fotos passende Gedichte rezitierte. 

Elisabeth Heinemann, selbst Fotografin und mit dem Ehepaar Kunze seit Jahren befreundet, spricht über die Kunzes als Kunstsammler, über Gemälde und Grafiken in deren Wohnung, über Bilder, deren Urheber Christoph Kunze teils auch persönlich kannte, bereits aus seiner Studienzeit in Dresden. Als Kunzes Sammlung schon beträchtlich gewachsen war, stellte er erstmals in der Magdeburger Galerie Himmelreich aus – und fügte neben den Malern und Grafikern ein eigenes Foto bei. Das war dann Beginn einer Serie mehrerer eigener Ausstellungen.

Mittwoch, 17. September 2025

Geboren 1975. 50 Porträts.

Das 1975 gegründete Kunstmuseum Magdeburg feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass vergab es einen Fotoauftrag an die vier Magdeburger Fotograf*innen Katrin Freund, Elisabeth Heinemann, Hans-Wulf Kunze und Thomas Sasse. Sie porträtierten 50 Magdeburger*innen des Jahrgangs 1950. Daraus entstand die Ausstellung "Geboren 1975".

Annegret Laabs, Direktorin des Kunstmuseums,
sprach über das Fotoprojekt zum 50järigen Jubiläum
des Kunstmuseums Magdeburg

Während der Vernissage blickte Annegret Laabs, Direktorin des Kunstmuseums, auf die 50jährige Geschichte des Kunstmuseums ebenso zurück wie auf Aussagen der Porträtierten zu ihrem persönlichen Blick auf 50 Jahre.

Samstag, 16. August 2025

Buntes Musiktheater im Kulturgut Dönkendorf

Eine quirlig bunte Reisegruppe, angeführt von einem Guide mit hochgerecktem Regenschirm, fiel in den bis dahin so ruhig und beschaulich im Abendlicht liegenden Park des Kulturgutes Dönkendorf ein. Die Gruppe von Reisenden sollte sich bald darauf als Mitglieder des Chores erweisen, der, dirigiert von Monika von Westernhagen, mehrfach im Verlauf des Abends auftreten würde und die Besucher des gar nicht so kleinen Musikfestes von Station zu Station führen sollte. Fünf Landes-Pavillons standen im Park verteilt, den Ländern Frankreich, Syrien, Italien, Iran und Schweiz zugeordnet und Künster:innen besetzt, die in Musik, Sprache und Dichtung diese Länder präsentierten. 

Cornelius Lewenberg – Bariton
Monika von Westernhagen – Mezzosopran und Chorleitung, Idee und Regie
Martina Schänzle – Klavier
Warnfried Altmann – Saxophon
Ehsan Ebrahimi – Santur
Shahram Teymoury – Setar
Verena Piwonka – Tanz
Sabine Barthelmes – Tanz
Mohamad Issa – Dichtung
Stefanie Stocker – Schauspiel
Christian Kaiser – Schauspiel
Dönkendorfer Chor
Chorgemeinschaft Wismar


Damit hatte sich Monika von Westernhagen ein Setting ausgedacht, das auch die Besucher des Musikfestes in Bewegung hielt. Kurze Acts an den Landespavillons, dann ging es schon wieder weiter, oft mit etwas Situationskomik. Nach einer ausführlichen Pause mit an die Gastländer angepasster Verpflegung ging es mit einer an Goethes westöstlichen Divan angelehnten Inszenierung mit Wort, Musik und Tanz weiter.