Das Sinuston-Festival ist vorüber, es waren wieder großartige Konzerte und Performances dabei.
Die Konzertrückblicke und Fotos veröffentliche ich hier. Ich muss aber noch um etwas Geduld bitten. Ich hoffe ich schaffe es am nächsten Wochenende.
Eine der wichtigsten Faustformeln beim Fotografieren: Sonne lacht - Blende 8. Die Belichtungszeit entspricht dabei etwa der ISO-Filmempfindlichkeit. Klappt auch heute noch.
Das Sinuston-Festival ist vorüber, es waren wieder großartige Konzerte und Performances dabei.
"Nicht ohne Chlorophyll – Pflanzen zum Klingen bringen" gehörte zu den Projekten am Rande des Sinuston-Festivals.
Maja, Katha und Anh-tu Schüleri*innen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums
Vor dem Konzerts am Abend werden im Gesellschaftshaus Magdeburg einige musikalische Projekte vorgestellt. Zwei davon kommen aus dem Magdeburger Werner-von-Siemens-Gymnasium. Bernd Schweidler ist dort Kunstlehrer und hat im Unterricht Filme drehen lassen. Unter dem Titel "Helix – visuelle Musik im Kunstunterricht" laufen sie als Projektion auf der Leinwand. Das zweite Projekt "Nicht ohne Chlorophyll – Pflanzen zum Klingen bringen" bringt den musikalischen Anteil mit, der auch im "Sinuston" des Festivalnamens seinen Ausdruck findet.
"Viriditas | The City in a Forest" war eine der Installationen im Rahmen des Sinuston-Festivals im Gesellschaftshaua Magdeburg. Ein interaktives Bewegen auf einer einem Computerspiel nachempfundenen Ebene.
Alejandro Suáres – Video, Programmierung, Sound
Besucher können sich im Roten Salon des Gesellschaftshauses Magdeburg mit einem kleinen Music player, einem Gerät in der Größe eines früheren Transistorradios, mit Lautsprecher und kleinen Lämpchen, auf einer auf den Boden projizierten Fläche bewegen und dort durch Wälder oder über Wasser laufen. Aus dem mitgeführten Music player kommen je nach Position unterschiedliche Klänge, die sich mit denen aus den aufgestellten Lautsprechern mischen. Und auf dem Boden verändert sich das Bild, werden Bewegungen sichtbar oder Wellen auf dem Wasser.
Ein Konzert im Rahmen des Sinuston-Festivals, mit einer Live Performance aus Gesang und sensorgesteuerten Sounds, im großen Kirchenschiff der Klosterkirche des Magdeburger Klosters unser Lieben Frauen.
Franziska Baumann – Gesang, Live-Elektronik
Das Sinuston-Festival begann heute mit einer beeindruckenden Sound- und Gesangs-Performance von Franziska Baumann. In der Telemann-Konzerthalle, der früheren Klosterkirche im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, hatte sie ihr Computer-Equipment aufgebaut, das sie mit Sensor-Handschuhen steuerte. Das Publikum saß mitten in einer quadrophonischen Anordnung von Lautsprechern. Mit Arm-, Hand- und Fingergesten gesteuert kamen voher gesampelte oder auch live eingesungene Töne aus allen Ecken des Raumes, hallten in der großen leeren Kirche nach und überlagerten sich mit der menschlichen Stimme. Mitunter schien es, als würde Franziska Baumann selbst die Fähigkeiten ihres Systems ausloten wollen und sich über die von dieser generierten Klänge wundern, dann wieder waren es gezielt gesteuerte Bewegungen, mal tänzerisch, mal mit befehlenden Gesten, mit denen sie dem Raum Töne zuwies.
Die Hausband des Gesellschaftshauses Magdeburg hatte sich für ihre heutige Jazzlounge den Trompeter Felix Hünemöller als Gast eingeladen.
Marius Moritz – Klavier
Mohi Buschendorf – Bass
Ludwig Buschendorf – Schlagzeug
Felix Hünemöller – Trompete, Flügelhorn
Begleitet von der Jazzlounge-Band setzt Hünemöller eigene Akzente auf Jazz-Klassiker, aber auch auf Stücke unbekannterer Komponisten. Gleich zu Beginn eine groovige Variante von "Speak Low", später auch Bebop ("Joy spring") oder zeitgenössischen Jazz.
Neben den zufälligen Passantinnen und Passanten im Allee-Center war das übliche Premierenpublikum aber auch da. Magdeburger Fotografinnen und Fotografen, ihre Models (wenn Personen dargestellt sind), Kunstinteressierte. Ein Treffen von Gleichgesinnten, mit denen man über Fotos, Stile und Technik sprechen konnte.
19 Fotografinnen und Fotografen wurden aus einer großen Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt, bei der Eröffnung war von mehr als hundert die Rede, und so gibt es auch eine große Bandbreite: Landschaften, Street Photography, Tiere, Menschen, Tiere und Menschen, Strukturen und Formen, Autos und sogar fotografierte Spielzeug-Miniaturen, Schwarzweiß und Farbe.
Christoph Kunze, Psychologe und Fotograf aus Magdeburg, stellt zur Zeit eine Auswahl seiner Fotografien und Fotografiken in der Galerie Kunst-Kontor in Schönebeck aus. Fotos in einer großen Bandbreite von Straßenszenen über Naturfotos bis zu aus den Fotos erstellten Grafiken. Heute fand die Vernissage statt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis 28. Februar 2026.
| Die Laudatorin des Abends, Elisabeth Heinemann (links) gemeinsam mit Christoph Kunze und seiner Frau, die zu den Fotos passende Gedichte rezitierte. |
Elisabeth Heinemann, selbst Fotografin und mit dem Ehepaar Kunze seit Jahren befreundet, spricht über die Kunzes als Kunstsammler, über Gemälde und Grafiken in deren Wohnung, über Bilder, deren Urheber Christoph Kunze teils auch persönlich kannte, bereits aus seiner Studienzeit in Dresden. Als Kunzes Sammlung schon beträchtlich gewachsen war, stellte er erstmals in der Magdeburger Galerie Himmelreich aus – und fügte neben den Malern und Grafikern ein eigenes Foto bei. Das war dann Beginn einer Serie mehrerer eigener Ausstellungen.