Montag, 9. Februar 2026

photoART Magdeburg

Heute wurde die Ausstellung photoART Magdeburg im Allee-Center Magdeburg eröffnet. Schon zum zweiten Mal veranstaltet das Allee-Center diese Ausstellung von Fotograf*innen aus Magdeburg und Umgebung. 


Das Allee-Center, eine der beiden großen Magdeburger Shopping-Meilen ist eine gute Adresse, denn dort findet sich nicht nur das Kunstpublikum, sondern auch jede Menge Laufkundschaft. So auch schon bei der Vernissage, und da sist gut so. Das Medium Fotografie bekommt so noch mehr Öffentlichkeit. 

Neben den zufälligen Passantinnen und Passanten im Allee-Center war das übliche Premierenpublikum aber auch da. Magdeburger Fotografinnen und Fotografen, ihre Models (wenn Personen dargestellt sind), Kunstinteressierte. Ein Treffen von Gleichgesinnten, mit denen man über Fotos, Stile und Technik sprechen konnte. 

19 Fotografinnen und Fotografen wurden aus einer großen Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt, bei der Eröffnung war von mehr als hundert die Rede, und so gibt es auch eine große Bandbreite: Landschaften, Street Photography, Tiere, Menschen, Tiere und Menschen, Strukturen und Formen, Autos und sogar fotografierte Spielzeug-Miniaturen, Schwarzweiß und Farbe. 

Jede Fotograf*in hat zwei im Winkel zueinander aufgestellte weiße Stellwände, die gganz nach Belieben mit wenigen großformatigen oder mehr kleinformatigen Fotos gefüllt sind, dazu Angaben zur Person und ein kurzes Statement. Zusätzlich gibt es als Sonderrubrik ein Foto jeder Teilnehmer*in zum Thema Magdeburg - eine Pflichtaufgabe bei der Bewerbung.  Bei der photoArt gibt es Fotos, die sofort ins Auge fallen, andere brillieren mit fotografischer Perfektion. Und es gibt Fotos mit ungewohnten Sichtweisen, so wie Paul Stachowiaks Löwe in Profilansicht, der in meinen Augen menschliche Züge erkennen lässt, oder Joachim Hoefts Blick in die Kuppeln von Kirchen und auf Sukkulenten, die beidermaßen Bildern von Kaleidoskopen ähneln. Mein persönlicher Favorit: Katrin Freund mit analog aufgenommenen Schwarzweißfotos, mit denen sie den Abschied ihrer dement werdenden Oma von ihrer eigenen Wohnung begleitet. Das Blättern in Fotos, der Griff zum Akkordeon, am Ende steht die Wohnung leer. "Auch für mich war es ein Abschied", schreibt die Fotografin.

Bei den Fotos dürfte jeder seine eigenen Favoriten haben, je nach Geschmack.Schaut es Euch einfach selbst an: zu den Öffnungszeiten des Alle Centers, bis zum 14. März 2026. Auf der Webseite der photoART gibt es zu jeder Fotogaf*in eine kurze Vorstellung anhand von drei Fotos. Dort kann auch über die für jeden persönlich besten Fotos abgestimmt werden: einmal für die oder den beste Fotograf*in und einmal unter "Alleecenter Challenge" für das beste Magdeburg-Motiv. Wer sich ernsthaft auf diese Abstimmung einlässt, wird übrigens merken, wie schwer Juryarbeit ist. 

Eines der Magdeburg-Bilder,
die faszinierten - weil mit
einem einfachen Trick
(so einfach, dass diese
Bezeichnung schon zu
viel ist) das Auge des
Betrachter irritiert wird.


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