Zum Geburtstag bekam ich eine Probierpackung Friks geschenkt, hand crafted Bier aus Körbelitz. Heute war endlich mal Gelegenheit, in Ruhe zu probieren. Alles äußerst lecker! Egal ob das bei der heutigen Sommerhitze erfrischende (und dennoch kräftige) Weizen, das Black Apple mit der ganz leichten Apfelnote, das süffige Tiger Tiger, das noch aus dem Dezember stammende Winter-Gewürzbier (das mit seinen Gewürzen sicher auch ein gutes Glühbier geworden wäre, aber heute kalt besser war) oder das sehr starke (8,8 Vol%!) Gotlandsfricka mit seinem torfigen Rauchgeschmack.
Überhaupt ist der Geschmack selbst gebrauter Biere unvergleichlich besser und vielfältiger als der von den Industriebieren der großen Marken, die doch immer irgendwie gleich und verwechselbar schmecken.
Eine der wichtigsten Faustformeln beim Fotografieren: Sonne lacht - Blende 8. Die Belichtungszeit entspricht dabei etwa der ISO-Filmempfindlichkeit. Klappt auch heute noch.
Sonntag, 22. Mai 2016
Samstag, 14. Mai 2016
Kasseturm-Jazzband
Am Pfingstsonnabend war es wieder soweit – Bärbel und Michael Feldbach luden im Rahmen der Konzertreihe "Klänge im Raum" zum Dixilandkonzert in ihren Künstlergarten nach Zens ein. Zum zwanzigsten Mal übrigens schon! Und wie immer unterstützt von den Heimatfreunden Zicken-Zens, die sich um die vielen Sitzplätze und Tische und um die Bewirtung (unter anderem mit Zwiebelkuchen) kümmerten.
Diesmal stand die Kasseturm-Jazzband aus Weimar, die in Thüringen seit 40 Jahren bekannt ist, auf der Terrasse der Feldbachs.
Der Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend eröffnete das zwanzigste Dixilandkonzert. Vor dem Start des Konzertes erinnerte er an die Geschichte der Konzertreihe, die ursprünglich im Kreis Schönebeck gegründet wurde und die auch die Kreisfusion überstand. Die von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck und ihrem Förderverein organisierten "Klänge im Raum" gibt es sogar schon seit 23 Jahren. Natürlich funktioniert die Konzertreihe, die im gesamten Landkreis verteilt an großen und kleinen Veranstaltungsorten stattfindet, nicht ohne die vielen Helfer vor Ort. Deshalb galt der Dank von Frank Ahrend auch dem großen und lange anhaltenen Engagement von Familie Feldbach und der großartigen Unterstützung des Zenser Heimatvereins, ohne die das Konzert nicht zu einem so großen und erfolgreichen Fest werden konnte. Mit Blick auf das kühle und windige Wetter fügte er hinzu "und den frischen Wind, den die Konzerte ins Dorf bringen, brauchen wir hier auch". Auch Michael Feldbach blickte auf die vergangegen zwanzig Jahre zurück und erinnerte an die zurückliegenden Konzerte. Dazu hatte er eine Wandzeitung mit einer chronologisch geordneten Kollage aus Fotos von den 19 Konzerten von 1997 bis 2015 angefertigt. Wie schon in den Jahren zuvor gab es eine Ausstellung, diesmal mit Aquarellen und Ölbildern von Grit-Maren Pfitzmann.
Das Publikum kam trotz des in diesem Jahr zu Pfingsten sehr durchwachsenen, kühlen und windigen Wetters reichlich. Die meisten hatten sich mit Decken und warmen und wasserdichten Sachen ausgestattet. Und hatten die Veranstalter vielleicht Sorgen wegen eines Freiluftkonzertes bei diesem doch etwas unangenehmen Wetter, so waren diese gänzlich unbegründet. Schon eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Beginn konnte man von Michael Feldbach hören "die Karten sind alle". Ausgedruckt waren 420 Stück, aber auch dann kamen immer noch Leute (die selbstverständlich auch noch hineingelassen wurden). Schätzungsweise waren es dann fast 500 Konzertbesucher, die im Künstlergarten das Konzert verfolgten. Und für alle hatte Bärbel Feldbach zum Jubiläumskonzert eine kleine Erinnerungsmedaille aus Keramik angefertigt.
Nach der Begrüßung legte die Weimarer Band los und ließ einen schwungvollen Dixilandsound erklingen. Extra für das zwanzigste Jubiläum hatte Schlagzeuger Gerd Schulze ein kleines Gedicht verfaßt, das er zu den Klängen des "Kasseturm-Rag" vortrug und daraus so den "Zicken-Zens-Rag" machte.
Diesmal stand die Kasseturm-Jazzband aus Weimar, die in Thüringen seit 40 Jahren bekannt ist, auf der Terrasse der Feldbachs.
Thomas Wormuth, Weimar – Trompete
Sebastian Dorschner, Weimar – Posaune
Holger Arndt, Erfurt – Klarinette
Dr. Gerd Schulze, Weimar – Schlagzeug/ Gesang/ Kompos.
Dr. Dietmar Fürer, Weimar – Banjo/ Gesang
Martin Marczinke, Jena – Tuba
Prof. Hans Meffert, Berlin/ Rügen – Piano
(Besetzung beim Konzert in Zens)
Der Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend eröffnete das zwanzigste Dixilandkonzert. Vor dem Start des Konzertes erinnerte er an die Geschichte der Konzertreihe, die ursprünglich im Kreis Schönebeck gegründet wurde und die auch die Kreisfusion überstand. Die von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck und ihrem Förderverein organisierten "Klänge im Raum" gibt es sogar schon seit 23 Jahren. Natürlich funktioniert die Konzertreihe, die im gesamten Landkreis verteilt an großen und kleinen Veranstaltungsorten stattfindet, nicht ohne die vielen Helfer vor Ort. Deshalb galt der Dank von Frank Ahrend auch dem großen und lange anhaltenen Engagement von Familie Feldbach und der großartigen Unterstützung des Zenser Heimatvereins, ohne die das Konzert nicht zu einem so großen und erfolgreichen Fest werden konnte. Mit Blick auf das kühle und windige Wetter fügte er hinzu "und den frischen Wind, den die Konzerte ins Dorf bringen, brauchen wir hier auch". Auch Michael Feldbach blickte auf die vergangegen zwanzig Jahre zurück und erinnerte an die zurückliegenden Konzerte. Dazu hatte er eine Wandzeitung mit einer chronologisch geordneten Kollage aus Fotos von den 19 Konzerten von 1997 bis 2015 angefertigt. Wie schon in den Jahren zuvor gab es eine Ausstellung, diesmal mit Aquarellen und Ölbildern von Grit-Maren Pfitzmann.
Das Publikum kam trotz des in diesem Jahr zu Pfingsten sehr durchwachsenen, kühlen und windigen Wetters reichlich. Die meisten hatten sich mit Decken und warmen und wasserdichten Sachen ausgestattet. Und hatten die Veranstalter vielleicht Sorgen wegen eines Freiluftkonzertes bei diesem doch etwas unangenehmen Wetter, so waren diese gänzlich unbegründet. Schon eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Beginn konnte man von Michael Feldbach hören "die Karten sind alle". Ausgedruckt waren 420 Stück, aber auch dann kamen immer noch Leute (die selbstverständlich auch noch hineingelassen wurden). Schätzungsweise waren es dann fast 500 Konzertbesucher, die im Künstlergarten das Konzert verfolgten. Und für alle hatte Bärbel Feldbach zum Jubiläumskonzert eine kleine Erinnerungsmedaille aus Keramik angefertigt.
Nach der Begrüßung legte die Weimarer Band los und ließ einen schwungvollen Dixilandsound erklingen. Extra für das zwanzigste Jubiläum hatte Schlagzeuger Gerd Schulze ein kleines Gedicht verfaßt, das er zu den Klängen des "Kasseturm-Rag" vortrug und daraus so den "Zicken-Zens-Rag" machte.
Donnerstag, 18. Februar 2016
Japans Impressionisten
Heute hatte ich bei der Bundesnetzagentur in Bonn zu tun und mein Zug kam eine Stunde zu früh an. Was macht man mit der Zeit? Zum Beispiel eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle besuchen (die der Bundesnetzagentur zufällig gleich gegenüber liegt).
Japans Liebe zum Impressionismus hieß eine sehenswerte Ausstellung, die allerdings bereits am Sonntag zu Ende geht.
Beste Gelegenheit, Bilder von Manet, van Gogh oder Renoir oder anderen, mir bis dahin völlig unbekannten Künstlern zu sehen. Allen gemein ist, daß sie von Japanern gesammelt wurden, die Anfang des 20. Jahrhunderts begeistert von dieser Kunstrichtung waren, sie auch selbst ausübten.
Maler wie Camille Pissarro oder Sisley, mit dahingetupften Farbflecken, die erst aus der Ferne betrachtet zu einer in der Sonne flirrenden Wasserfläche wurden.
Claude Monet mit den Frauen im Boot, oder dem Bild der Grotte Port Domois und weitere von ihm - aus der Nähe dicke Pinselstriche, von denen jeder eine Welle ist, aus weitem Abstand schon ein wenig fotorealistisch. Hoch interessant auch van Goghs düstere Bilder von kargen Hütten oder frierenden Holzsammlern im Schnee. Ohne die warmen Sonnenblumen aus Arles. Und dann als weitere Überraschung: Paul Gaughin, typisch und wiederkennbarer sein Stil. Aber statt Südsee malt er bretonische Mädchen, trotzig dreinschauend.
Dann die japanischen Impressionisten, z. B. Torajiro Kojima, im Stil den westlichen Kollegen gleich und nur in Nuancen, in der Motivwahl anders. Oder, unmittelbar nebeneinander gehängt: Claude Monet und Shigeru Aoki, von jedem seine "Meeresklippen", fast gleich und doch keine Kopie.
Japans Liebe zum Impressionismus hieß eine sehenswerte Ausstellung, die allerdings bereits am Sonntag zu Ende geht.
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| Claude Monet Im Boot 1887 |
Beste Gelegenheit, Bilder von Manet, van Gogh oder Renoir oder anderen, mir bis dahin völlig unbekannten Künstlern zu sehen. Allen gemein ist, daß sie von Japanern gesammelt wurden, die Anfang des 20. Jahrhunderts begeistert von dieser Kunstrichtung waren, sie auch selbst ausübten.
Maler wie Camille Pissarro oder Sisley, mit dahingetupften Farbflecken, die erst aus der Ferne betrachtet zu einer in der Sonne flirrenden Wasserfläche wurden.
Claude Monet mit den Frauen im Boot, oder dem Bild der Grotte Port Domois und weitere von ihm - aus der Nähe dicke Pinselstriche, von denen jeder eine Welle ist, aus weitem Abstand schon ein wenig fotorealistisch. Hoch interessant auch van Goghs düstere Bilder von kargen Hütten oder frierenden Holzsammlern im Schnee. Ohne die warmen Sonnenblumen aus Arles. Und dann als weitere Überraschung: Paul Gaughin, typisch und wiederkennbarer sein Stil. Aber statt Südsee malt er bretonische Mädchen, trotzig dreinschauend.
Dann die japanischen Impressionisten, z. B. Torajiro Kojima, im Stil den westlichen Kollegen gleich und nur in Nuancen, in der Motivwahl anders. Oder, unmittelbar nebeneinander gehängt: Claude Monet und Shigeru Aoki, von jedem seine "Meeresklippen", fast gleich und doch keine Kopie.
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| Vincent van Gogh Holzsammler im Schnee 1884 |
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| Paul Gauguin Zwei bretonische Mädchen am Meer 1889 |
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| Torajiro Kojima Trichterwinde 1920 |
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| Claude Monet Klippen im Meer |
Sonntag, 14. Februar 2016
The Revenant
Habe gestern abend The Revenant gesehen. Ein grandioser Film, ein Meisterwerk! Herausragend! Der Film von Regisseur Alejandro Iñárritu kann getrost in eine Reihe mit großen griechischen Tragödien oder deutschen Heldensagen gestellt werden.
Der Held des Films verliert seine Familie, wird von seinem Kameraden verraten und steht als (fast) Toter wieder auf ("Ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben, ich bin schon tot", sagt er an einer Stelle des Films), kämpft sich durch eine lebensfeindliche Schneelandschaft, angetrieben nur vom Wunsch nach Rache. Auch in diesem Bestreben der Folgerichtigkeit antiker Dramen gleichend. Trotz aller Gewalt der Handlung überwiegt doch die Ruhe und Weite, die der in der nordamerikanischen Landschaft von British Columbia gedrehte Film über weite Strecken ausstrahlt. Die Gewalt, das Grauen, die Unerbittlichkeit des Lebens und Sterbens sind notwendiges Stilmittel, aber nicht Hauptinhalt.
Wer mehr lesen möchte, dem empfehle ich die Rezension, die Anfang Januar im Kulturmagazin Corso des DLF zu hören war und die mich neugierig auf den Film machte.
Der Film lief bis 14.02. im Magdeburger Studiokino. Dort ohne Produktwerbung und allenfalls einem einzigen Film-Trailer vorneweg. Kino wie es sein soll! (Und dem sei hinzugefügt: dort gibt es auch nicht den gräßlichen Popkorngeruch der großen Kinopaläste.)
Der Held des Films verliert seine Familie, wird von seinem Kameraden verraten und steht als (fast) Toter wieder auf ("Ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben, ich bin schon tot", sagt er an einer Stelle des Films), kämpft sich durch eine lebensfeindliche Schneelandschaft, angetrieben nur vom Wunsch nach Rache. Auch in diesem Bestreben der Folgerichtigkeit antiker Dramen gleichend. Trotz aller Gewalt der Handlung überwiegt doch die Ruhe und Weite, die der in der nordamerikanischen Landschaft von British Columbia gedrehte Film über weite Strecken ausstrahlt. Die Gewalt, das Grauen, die Unerbittlichkeit des Lebens und Sterbens sind notwendiges Stilmittel, aber nicht Hauptinhalt.
Wer mehr lesen möchte, dem empfehle ich die Rezension, die Anfang Januar im Kulturmagazin Corso des DLF zu hören war und die mich neugierig auf den Film machte.
Der Film lief bis 14.02. im Magdeburger Studiokino. Dort ohne Produktwerbung und allenfalls einem einzigen Film-Trailer vorneweg. Kino wie es sein soll! (Und dem sei hinzugefügt: dort gibt es auch nicht den gräßlichen Popkorngeruch der großen Kinopaläste.)
Samstag, 19. Dezember 2015
Funkmast Elbenau
Heute bei bestem Frühlingswetter den Funkmast fotografiert, der Elbenau mit der Welt verbindet.
Ich hatte Glück: der Hausherr war gerade zu Tisch.
Ich hatte Glück: der Hausherr war gerade zu Tisch.
Dienstag, 24. November 2015
Neue Pumpe mit neuer Technik
Ein Nachtrag zu einem bereits Anfang des Sommers ausgeführtem Bastelprojekt...
Schrieb ich vor einem Jahr in Alte Pumpe mit neuer Technik noch über die Ausstattung meiner Kolbenpumpe mit analogem Druckregler + Frequenzumrichter, so mußte diese Pumpe nun doch einer Kreiselpumpe weichen (die passend zur Steuerung auch von WILO ist, eine MIHL 104).
Der Grund: ohne großen Wasserbehälter (angeschlossen war nur ein 2-Liter-Ausgleichsbehälter, der "normalerweise", d.h. bei Kreiselpumpen auch reicht) gab die Pumpe mehr oder weniger starke Druckstöße auf die Leitung. Das "mehr oder weniger" hing von der Luft im Windkessel der Pumpe ab, die ab und zu mit dem Schnüffelventil von Hand nachgefüllt werden mußte. Warum auch immer die Luft daraus entschwand – vielleicht wurden beim Pumpen immer ein paar Luftbläschen mitgerissen. Der bei den Kolbenpumpen übliche große Druckkessel scheint doch seinen Sinn zu haben.
Nun also mit einer hocheffizienten Kreiselpumpe, mit laut Datenblatt irgendwas um 40 Prozent Wirkungsgrad (normale "Hauswasserwerke" kommen eher auf irgendwas um 10 bis 20 Prozent). Tatsächlich kam ich mit dem Versuchsaufbau auf entsprechend gute Werte. Und im Vergleich zu den normalerweise lauten Hauswasserwerken läuft diese Pumpe viel leiser, nur ein leises Summen ist zu hören.
Eines ist aber zu beachten: eine solche Kreiselpumpe ist normalsaugend, d.h. sie ist nicht selbstsaugend. Ebenerdig, auf dem Hof, funktionierte das ganz gut. Anders dann im Keller, wo sie aus dem Brunnen saugen mußte. Immer wieder gab es Probleme weil – bedingt durch den größeren Unterdruck, bei minus 2,50 Meter Wasserstand – irgendwoher Luft ins System kam. Glaubt mir, die Suche nach Fehlern, bei denen Luft eingesaugt wird, ist nicht einfach. Wo Luft aus einer Druckluftleitung entweicht, da reicht abpinseln mit Spülmittellösung. Dummerweise geht das bei Vakuum nicht.
Als Ursache stellte sich die Verwendung von PE-Rohren heraus, die zwar druckdicht sind, aber anscheinend nicht vakuumdicht. Warum auch immer – vielleicht war das PE-Rohr nicht ganz rund, vielleicht bekam es beim Einschieben in die Verschraubung ein paar Riefen – jedenfalls wird an den Anschlußstücken des PE-Rohres die Luft reingekommen sein. Sobald aber Luft angesaugt wird, macht die Pumpe nichts mehr. Sie ist ja schließlich nicht selbstsaugend. (Wenigstens erkennt die Steuerung die Trockenläufe und schaltet ab).
Statt der neuartigen PE-Rohre also wieder die altbewährten Guß-Fittinge, abgedichtet mit Hanf und Fermit-Paste, und Voila!, es funktionierte sofort richtig.
Schrieb ich vor einem Jahr in Alte Pumpe mit neuer Technik noch über die Ausstattung meiner Kolbenpumpe mit analogem Druckregler + Frequenzumrichter, so mußte diese Pumpe nun doch einer Kreiselpumpe weichen (die passend zur Steuerung auch von WILO ist, eine MIHL 104).
Der Grund: ohne großen Wasserbehälter (angeschlossen war nur ein 2-Liter-Ausgleichsbehälter, der "normalerweise", d.h. bei Kreiselpumpen auch reicht) gab die Pumpe mehr oder weniger starke Druckstöße auf die Leitung. Das "mehr oder weniger" hing von der Luft im Windkessel der Pumpe ab, die ab und zu mit dem Schnüffelventil von Hand nachgefüllt werden mußte. Warum auch immer die Luft daraus entschwand – vielleicht wurden beim Pumpen immer ein paar Luftbläschen mitgerissen. Der bei den Kolbenpumpen übliche große Druckkessel scheint doch seinen Sinn zu haben.
Nun also mit einer hocheffizienten Kreiselpumpe, mit laut Datenblatt irgendwas um 40 Prozent Wirkungsgrad (normale "Hauswasserwerke" kommen eher auf irgendwas um 10 bis 20 Prozent). Tatsächlich kam ich mit dem Versuchsaufbau auf entsprechend gute Werte. Und im Vergleich zu den normalerweise lauten Hauswasserwerken läuft diese Pumpe viel leiser, nur ein leises Summen ist zu hören.
Eines ist aber zu beachten: eine solche Kreiselpumpe ist normalsaugend, d.h. sie ist nicht selbstsaugend. Ebenerdig, auf dem Hof, funktionierte das ganz gut. Anders dann im Keller, wo sie aus dem Brunnen saugen mußte. Immer wieder gab es Probleme weil – bedingt durch den größeren Unterdruck, bei minus 2,50 Meter Wasserstand – irgendwoher Luft ins System kam. Glaubt mir, die Suche nach Fehlern, bei denen Luft eingesaugt wird, ist nicht einfach. Wo Luft aus einer Druckluftleitung entweicht, da reicht abpinseln mit Spülmittellösung. Dummerweise geht das bei Vakuum nicht.
Als Ursache stellte sich die Verwendung von PE-Rohren heraus, die zwar druckdicht sind, aber anscheinend nicht vakuumdicht. Warum auch immer – vielleicht war das PE-Rohr nicht ganz rund, vielleicht bekam es beim Einschieben in die Verschraubung ein paar Riefen – jedenfalls wird an den Anschlußstücken des PE-Rohres die Luft reingekommen sein. Sobald aber Luft angesaugt wird, macht die Pumpe nichts mehr. Sie ist ja schließlich nicht selbstsaugend. (Wenigstens erkennt die Steuerung die Trockenläufe und schaltet ab).
Statt der neuartigen PE-Rohre also wieder die altbewährten Guß-Fittinge, abgedichtet mit Hanf und Fermit-Paste, und Voila!, es funktionierte sofort richtig.
Sonntag, 22. November 2015
Himmelsleiter
Ein Oratorium für Sprecher, Cello, Schlagwerk und Chor, uraufgeführt am 22. November in der St.-Andreas-Kirche Magdeburg-Cracau. Der Text stammt von Ludwig Schumann, die Musik wurde komponiert von Jens Naumilkat, Günter "Baby" Sommer und Michael Scholl.
Den Zuhörern bietet sich im Text des Oratoriums der Blick auf die Zeit von etwa Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute, auf mehr als ein Menschenleben. Das "Jahrhundertleben", wie Ludwig Schumann den fiktiven Bericht eines Großvaters an seinem Enkel nennt, ist ein Fazit am Ende des Lebens. Der Erzähler spricht von seiner Kindheit im Kaiserreich, dem ersten Weltkrieg, von der Zeit eines Mitläufers in der Nazizeit und von dem Wissen über die Konzentrationslager, von der Zeit nach dem Krieg, als sich die Machtverhältnisse umkehrten, aber die Lager blieben, von dem Wiederanfang nach dem Krieg. Ein Bericht von jemanden, der "einfach nur mitmachte" und erst zu spät die Konsequenzen erkennt. So gibt er seinem Enkel als Lehre mit auf den Weg: "...mit der Freiheit in Deinem Kopf sollst Du Dein Leben gestalten, und nicht den Ideen anderer nachlaufen". Und bittet ihn am Ende darum, ihm mit Worten eine Leiter in den Himmel zu bauen, egal was die anderen darüber denken.
Ludwig Schumann – Sprecher
Günter "Baby" Sommer – Schlagwerk
Jens Naumilkat – Cello
Kammerchor der Biederitzer Kantorei, Leitung Michael Scholl
Den Zuhörern bietet sich im Text des Oratoriums der Blick auf die Zeit von etwa Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute, auf mehr als ein Menschenleben. Das "Jahrhundertleben", wie Ludwig Schumann den fiktiven Bericht eines Großvaters an seinem Enkel nennt, ist ein Fazit am Ende des Lebens. Der Erzähler spricht von seiner Kindheit im Kaiserreich, dem ersten Weltkrieg, von der Zeit eines Mitläufers in der Nazizeit und von dem Wissen über die Konzentrationslager, von der Zeit nach dem Krieg, als sich die Machtverhältnisse umkehrten, aber die Lager blieben, von dem Wiederanfang nach dem Krieg. Ein Bericht von jemanden, der "einfach nur mitmachte" und erst zu spät die Konsequenzen erkennt. So gibt er seinem Enkel als Lehre mit auf den Weg: "...mit der Freiheit in Deinem Kopf sollst Du Dein Leben gestalten, und nicht den Ideen anderer nachlaufen". Und bittet ihn am Ende darum, ihm mit Worten eine Leiter in den Himmel zu bauen, egal was die anderen darüber denken.
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