Eine der wichtigsten Faustformeln beim Fotografieren: Sonne lacht - Blende 8. Die Belichtungszeit entspricht dabei etwa der ISO-Filmempfindlichkeit. Klappt auch heute noch.
Donnerstag, 7. Juli 2016
TFF 2016 Camping
Mittwoch, 6. Juli 2016
Himmelskreuz im Luthergarten
Ein Kreuz aus Corten-Stahl (bzw. KTS-Stahl, "korrosionsträger Stahl", der nach dem anrosten nur sehr langsam weiterrostet) in der Erde wird am Himmel von zwei matt schimmernden Edelstahlkreuzen wiedergegeben. Umrahmt wird die Konstruktion von fünf Bäumen und einem Rundweg – erst aus der Luft (bzw. an der nebenstehenden Schautafel) ergibt sich das komplette Bild: eine Luther-Rose.
Entworfen wurde das Objekt von Thomas Schönauer und gefertigt von Metallbau Henschel in Tornitz.
Bei nassem Wetter ergibt sich ein anderer Bildeindruck, wird aus dem hellbraunen Untergrund ein dunkelbrauner.
Ein Blick von unten, bei dem sich das Kreuz am Boden in dem in der Luft verkleinert wiederspiegelt:
Ausstellung von Klaus Ender in Wittenberg
Klaus Enders Aktfotos waren in der DDR unter anderem aus dem Magazin und dem Neuen Leben weit bekannt. Die Ausstellung zeigt mit 190 Bildern eine sehr umfangreiche Auswahl seiner in Schwarzweiß aufgenommenen Fotos, die in den 60er und 70er Jahren und überwiegend an der Ostsee entstanden. Sehr ästhetische Aufnahmen mit Bildkompositionen, bei denen er oft auch mit starken Kontrasten arbeitet.
Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 28. August.
Freitag, 1. Juli 2016
Sumpfzypressen
Camping Iseo
Zelt aufbauen – und dann erst mal rein ins Wasser! Am Abend noch einkaufen und in einer Osteria in Iseo Essen gehen.
The Floating Piers
Unser Plan sah vor, gleich morgens in Sulzano anzukommen, bevor sich die Menschenmassen auf den Weg machen. Dummerweise waren auch andere auf diese Idee gekommen. So stießen wir in Sulzano auf eine große Menschentraube, die nur stückchenweise weiterrückte. Anstehen, warten, "nur noch bis da vorn" denken und dann, um die Ecke kommend erkennen müssen, daß die Schlange doch noch länger ist. Am Ende waren es dann drei Stunden Wartezeit. Später war nachzulesen, daß am Mittwoch gemeinsam mit uns noch weitere 100.000 Besucher nach Sulzano gekommen waren.
| Das ist nur der vorletzte Abschnitt der Warteschlange. An der Stelle hatte man es fast geschafft. Insgesamt war die Warteschlange am Mittwoch etwa 400 Meter lang. |
Mittags um zwölf angekommen auf dem orangem Pfad übers Wasser. Schuhe ausziehen, barfuß den Untergrund fühlen. Den von der Sonne aufgeheizten, in warmen Licht leuchtenden Stoff, den leise in den Wellen des Iseo-Sees schwankenden Pontonsteg unter den Füßen.
Erst einmal einfach dasitzen und das Licht genießen: die unterschiedlichen, von sonnengelb nach orange variierenden Farbtöne der Stoffbespannung vor dem blauen Wasser, in dem sich grün die nahen Berge spiegelten. Auf dem Steg sitzend oder liegend fühlte sich die Bewegung des Stegs an wie das Atmen eines großen Tieres.
Durch den zum Wasser hin flach abfallenden Rand fügten sich Christos Stege harmonisch in die Seelandschaft ein, hatten nichts mit herkömmlichen Bootsstegen zu tun, sondern schienen sich insgesamt nur wenige Zentimeter über das Wasser zu erheben. Dazu kam die optische Wirkung des aus Kunststofffasern gewebten Stoffes. Dieser veränderte seine Farbe je nach Richtung des Lichteinfalls. Dazu kam noch die Wirkung der Falten, in die der Stoff gelegt wurde, die beim Laufen an leichte Wellen oder Rippel des Wassers denken ließen.
Und die vielen Leute? Auch wenn in einigen Berichten etwas von "Ameisenstraße" zu lesen war: die vielen Leute auf dem Steg störten den Eindruck von Christos Projekt nur wenig, so ruhig, gelassen und heiter war die Stimmung. Und etwas abseits des Hauptsteges ließen sich auch weniger belebte Stellen finden.
Montag, 20. Juni 2016
Motorkohlen an der Waschmaschine wechseln
Wenn die Waschmaschine nicht mehr dreht, dann sind wohl mal wieder neue Motorkohlen fällig. Inzwischen schaffe ich es in einer halben Stunde: Waschmaschine hinten aufschrauben, Riemen runter, Motor raus, alte Kohlen raus, neue Kohlen rein, Motor einbauen, Riemen rauf, Waschmaschine zuschrauben.
| Motor einer Siemens-Waschmaschine, mit alten (rechts) und neuen (links) Kohlen. Mit dem Steckverbinder werden sie kontaktiert. |
Etwas fummelig ist der Einbau der Kohlen, weil (jedenfalls bei unserer Waschmaschine) dazu kleine Messingzungen auf- und wieder zugebogen werden müssen und die Federn dabei von Hand reingedrückt werden müssen. Geht aber dennoch easy. Die Kohlen müssen sich in dem Kohlenhalter leicht bewegen können (damit die Feder sie gut an den Kollektor drücken kann). Wenn sie schwergängig sind, dann mit Schleifpapier abschleifen bis alles passt. Maße: 12,3 x 4,8 x 35 mm (die alten Kohlen waren auf ca. 10 mm runtergeschliffen). Für die Siemens-Waschmaschine hatten die Kohlen bei einem großen Internethändler die Bezeichnung "Kohlebürsten ersetzt Bosch T-Nr.154740, Siemens WH5029101".
Unbedingt vorher den Stecker ziehen! Und vom Kohleabrieb bekommt man schwarz Hände. Die Hände vorher mit Pr88 eincremen verhindert, dass der Dreck in die Poren einzieht und hilft beim Händewaschen.
Bei der Haltbarkeit der Kohlen scheint es Unterschiede zwischen den originalen und Noname-Kohlen zu geben. Die originalen waren irgendwas um 10 bis 12 Jahre drin, die irgendwo gekauften "baugleichen" Kohlen hielten jeweils ca. 3 Jahre. Aber bei einem Preis von knapp 6 Euro ist das zu verschmerzen.







