Am Pfingstsonnabend war es wieder soweit –
Bärbel und Michael Feldbach luden im Rahmen der Konzertreihe "
Klänge im Raum" zum Dixilandkonzert in ihren Künstlergarten nach Zens ein. Zum zwanzigsten Mal übrigens schon! Und wie immer unterstützt von den
Heimatfreunden Zicken-Zens, die sich um die vielen Sitzplätze und Tische und um die Bewirtung (unter anderem mit Zwiebelkuchen) kümmerten.
Diesmal stand die
Kasseturm-Jazzband aus Weimar, die in Thüringen seit 40 Jahren bekannt ist, auf der Terrasse der Feldbachs.
Thomas Wormuth, Weimar – Trompete
Sebastian Dorschner, Weimar – Posaune
Holger Arndt, Erfurt – Klarinette
Dr. Gerd Schulze, Weimar – Schlagzeug/ Gesang/ Kompos.
Dr. Dietmar Fürer, Weimar – Banjo/ Gesang
Martin Marczinke, Jena – Tuba
Prof. Hans Meffert, Berlin/ Rügen – Piano
(Besetzung beim Konzert in Zens)

Der Zenser Ortsbürgermeister Frank Ahrend eröffnete das zwanzigste Dixilandkonzert. Vor dem Start des Konzertes erinnerte er an die Geschichte der Konzertreihe, die ursprünglich im Kreis Schönebeck gegründet wurde und die auch die Kreisfusion überstand. Die von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck und ihrem Förderverein organisierten "Klänge im Raum" gibt es sogar schon seit 23 Jahren. Natürlich funktioniert die Konzertreihe, die im gesamten Landkreis verteilt an großen und kleinen Veranstaltungsorten stattfindet, nicht ohne die vielen Helfer vor Ort. Deshalb galt der Dank von Frank Ahrend auch dem großen und lange anhaltenen Engagement von Familie Feldbach und der großartigen Unterstützung des Zenser Heimatvereins, ohne die das Konzert nicht zu einem so großen und erfolgreichen Fest werden konnte. Mit Blick auf das kühle und windige Wetter fügte er hinzu "und den frischen Wind, den die Konzerte ins Dorf bringen, brauchen wir hier auch". Auch Michael Feldbach blickte auf die vergangegen zwanzig Jahre zurück und erinnerte an die zurückliegenden Konzerte. Dazu hatte er eine Wandzeitung mit einer chronologisch geordneten Kollage aus Fotos von den 19 Konzerten von 1997 bis 2015 angefertigt. Wie schon in den Jahren zuvor gab es eine Ausstellung, diesmal mit Aquarellen und Ölbildern von
Grit-Maren Pfitzmann.
Das Publikum kam trotz des in diesem Jahr zu Pfingsten sehr durchwachsenen, kühlen und windigen Wetters reichlich. Die meisten hatten sich mit Decken und warmen und wasserdichten Sachen ausgestattet. Und hatten die Veranstalter vielleicht Sorgen wegen eines Freiluftkonzertes bei diesem doch etwas unangenehmen Wetter, so waren diese gänzlich unbegründet. Schon eine Viertelstunde vor dem eigentlichen Beginn konnte man von Michael Feldbach hören "die Karten sind alle". Ausgedruckt waren 420 Stück, aber auch dann kamen immer noch Leute (die selbstverständlich auch noch hineingelassen wurden). Schätzungsweise waren es dann fast 500 Konzertbesucher, die im Künstlergarten das Konzert verfolgten. Und für alle hatte Bärbel Feldbach zum Jubiläumskonzert eine kleine Erinnerungsmedaille aus Keramik angefertigt.
Nach der Begrüßung legte die Weimarer Band los und ließ einen schwungvollen Dixilandsound erklingen. Extra für das zwanzigste Jubiläum hatte Schlagzeuger Gerd Schulze ein kleines Gedicht verfaßt, das er zu den Klängen des "Kasseturm-Rag" vortrug und daraus so den "Zicken-Zens-Rag" machte.