![]() |
| Jetzt müßte ich eigentlich noch die Sorten hinzuschreiben... was nicht so einfach wäre, denn in dem Korb sind bestimmt 10 Sorten. |
Eine der wichtigsten Faustformeln beim Fotografieren: Sonne lacht - Blende 8. Die Belichtungszeit entspricht dabei etwa der ISO-Filmempfindlichkeit. Klappt auch heute noch.
Donnerstag, 14. August 2014
Erntezeit
Tomaten, Gurken, Zucchini – alles wächst bei dem Wetter wie wild. Die Zwiebeln nicht mehr, die hängen schon zu Zöpfen geflochten zum Trocknen.
Dienstag, 12. August 2014
Die Kunst der Pause
Grad hörte ich im Deutschlandfunk den Bericht über das Davos Festival Young Artists in Concert, da kam mir die im Hintergrund eingespielte Musik bekannt vor. Ist das nicht die aus dem Film Ku! Kin-dza-dza? Im Programm des Festivals nachgeschaut – Giya Kancheli: A little Daneliade für Violine, Klavier, Streicher und Schlagzeug (Das paßt. Georgi Danelija ist der Regisseur des Films). Im Rundfunkbericht ging es unter anderem um die Kunst der Pause – "Halt auf Verlangen" war auch Thema des Eröffnungsabends. Und hört man die Musik, dann weiß man auch, was Kunst der Pause bedeutet.
Auf Youtube gibt es eine Aufnahme mit Gideon Kremer:
So richtig über den Spaß der Musik kann man aber erst dann lachen, wenn man den Film (den es anscheinend nach wie vor leider nur auf russisch gibt) bereits gesehen hat. Was auf mich zutrifft – und so habe ich mich jedenfalls sehr amüsiert. Ku!
(p.s. zum Interpretationsvergleich: bei youtu.be/OXIOSZ27sn8 gibt es eine weitere Aufnahme, zwei Minuten kürzer und damit viel schwungvoller – aber mir gefällt die von Gideon Kremer ein wenig besser)
Auf Youtube gibt es eine Aufnahme mit Gideon Kremer:
So richtig über den Spaß der Musik kann man aber erst dann lachen, wenn man den Film (den es anscheinend nach wie vor leider nur auf russisch gibt) bereits gesehen hat. Was auf mich zutrifft – und so habe ich mich jedenfalls sehr amüsiert. Ku!
(p.s. zum Interpretationsvergleich: bei youtu.be/OXIOSZ27sn8 gibt es eine weitere Aufnahme, zwei Minuten kürzer und damit viel schwungvoller – aber mir gefällt die von Gideon Kremer ein wenig besser)
Donnerstag, 26. Juni 2014
Abstand halten!
Ein Nachtrag zum Blog-Eintrag zur Radhelmpflicht:
Der Unfall, der der nun vom Bundesgerichtshof korrigierten Helmpflicht-Fehlentscheidung eines OLG zugrundelag, war ein Türunfall. Eine Radfahrerin war gegen eine unverhofft vor ihr geöffnete Autotür gefahren und gestürzt.
Das soll nochmal Anlaß sein, auf den richtigen Seitenabstand zu parkenden Fahrzeugen hinzuweisen. Oft sehe ich Radfahrer wenige Zentimeter neben am Fahrbahnrand parkenden Autos vorbeifahren – vermutlich um dem hinter ihnen fahrenden Verkehr nicht im Wege zu sein.
Dieses Verhalten ist grundfalsch! Wenn unmittelbar vor dem Fahrrad eine Autotür geöffnet wird, hat man keine Chance zum Ausweichen und fällt im Falle eines Tür-Unfalls noch dazu vor das hinter einem fahrende Auto. Auch wenn die Schuld dann beim Autofahrer liegt, hilft das dem Radfahrer nicht. Wer aber meint, es reiche aufmerksam zu fahren und darauf zu achten, ob der Fahrer die Tür öffnen will, der irrt. Erstens hat man nur ein bestimmtes Maß an Aufmerksamkeit zur Verfügung – und wenn man bei jedem Auto auf das Fahrzeuginnere achtet, dann bleibt kein Blick mehr für den Verkehr übrig. Und zweitens hilft das nicht gegen die gar nicht so seltenen Fälle, in denen der Autofahrer schon die Hand am Türgriff hat und sich schnell nochmal bückt, um etwas aufzuheben, das z.B. beim Bremsen vom Beifahrersitz gerutscht ist. Da sieht man als Radfahrer niemanden im Auto.
Man messe mal, wie breit eine Autotür ist und nehme das (mit einem kleinen Sicherheitsaufschlag) als Maß für die Wahl des notwendigen Abstandes zu den parkenden Autos. Da sind 1 Meter, besser sogar 1,5 Meter Abstand durchaus angemessen. Vom rechten Lenkerende aus gemessen! Und schon fährt man sicher. Und braucht sich um Autotüren nicht zu kümmern – denn man fährt außerhalb des Gefahrenbereichs.
Übrigens widerspricht dieser Abstand nicht dem Rechtsfahrgebot.
Der Unfall, der der nun vom Bundesgerichtshof korrigierten Helmpflicht-Fehlentscheidung eines OLG zugrundelag, war ein Türunfall. Eine Radfahrerin war gegen eine unverhofft vor ihr geöffnete Autotür gefahren und gestürzt.
Das soll nochmal Anlaß sein, auf den richtigen Seitenabstand zu parkenden Fahrzeugen hinzuweisen. Oft sehe ich Radfahrer wenige Zentimeter neben am Fahrbahnrand parkenden Autos vorbeifahren – vermutlich um dem hinter ihnen fahrenden Verkehr nicht im Wege zu sein.
Dieses Verhalten ist grundfalsch! Wenn unmittelbar vor dem Fahrrad eine Autotür geöffnet wird, hat man keine Chance zum Ausweichen und fällt im Falle eines Tür-Unfalls noch dazu vor das hinter einem fahrende Auto. Auch wenn die Schuld dann beim Autofahrer liegt, hilft das dem Radfahrer nicht. Wer aber meint, es reiche aufmerksam zu fahren und darauf zu achten, ob der Fahrer die Tür öffnen will, der irrt. Erstens hat man nur ein bestimmtes Maß an Aufmerksamkeit zur Verfügung – und wenn man bei jedem Auto auf das Fahrzeuginnere achtet, dann bleibt kein Blick mehr für den Verkehr übrig. Und zweitens hilft das nicht gegen die gar nicht so seltenen Fälle, in denen der Autofahrer schon die Hand am Türgriff hat und sich schnell nochmal bückt, um etwas aufzuheben, das z.B. beim Bremsen vom Beifahrersitz gerutscht ist. Da sieht man als Radfahrer niemanden im Auto.
Man messe mal, wie breit eine Autotür ist und nehme das (mit einem kleinen Sicherheitsaufschlag) als Maß für die Wahl des notwendigen Abstandes zu den parkenden Autos. Da sind 1 Meter, besser sogar 1,5 Meter Abstand durchaus angemessen. Vom rechten Lenkerende aus gemessen! Und schon fährt man sicher. Und braucht sich um Autotüren nicht zu kümmern – denn man fährt außerhalb des Gefahrenbereichs.
Übrigens widerspricht dieser Abstand nicht dem Rechtsfahrgebot.
Dienstag, 24. Juni 2014
Alte Pumpe mit neuer Technik
Seit ein paar Wochen läuft meine alte Gartenpumpe mit einer hochmodernen Steuerung. "Du willst wirklich einen Frequenzumrichter an eine Gartenpumpe bauen?" fragte mich ein Freund. Nichts anderes als das, schon aus Freude an der Technik.
Das bisher genutzte Hauswasserwerk hatte einfach einen zu schlechten Wirkungsgrad, es verbrauchte nahezu unabhängig von der Fördermenge seine Nennleistung von 800 Watt. Da fiel mir meine alte Kolbenpumpe ein, die jahrelang ungenutzt in der Werkstatt stand. Eine PME 28/40/4 Dr vom Pumpenwerk Salzwedel, Baujahr 1988, die damals 327 Mark kostete. Die Firma gibt es immer noch. Auf ihre Webseite haben sie auch Ersatzteile zum Bestellen und die Bedienungsanleitung zum Download.
In der Bezeichnung der Pumpe PME 28/40/4 steht für 28 mm Hub, 40 mm Kolben-Durchmesser und 4 bar Maximaldruck und das "Dr" für Drehstrom. Mit ihrem 250-Watt-Motor pumpt sie bei einer Hubzahl von 315 min-1 1200 l pro Stunde bei 3,5 bar. Gemessen waren es dabei allerdings dann mehr als die Nennleistung der Pumpe (360 Watt). Für die reine Förderung aus dem Brunnen nach oben, bei offenem Schlauch (und nur ca. 1 bar) zieht die Pumpe dagegen nur rund 150 Watt aus dem Netz. Dies allerdings bereits mit der unten beschriebenen Steuerung. 1988 hatte ich die Pumpe einfach mit einem Motorschutzschalter an den Drehstromanschluss geklemmt und ohne weitere Technik betrieben.
Das bisher genutzte Hauswasserwerk hatte einfach einen zu schlechten Wirkungsgrad, es verbrauchte nahezu unabhängig von der Fördermenge seine Nennleistung von 800 Watt. Da fiel mir meine alte Kolbenpumpe ein, die jahrelang ungenutzt in der Werkstatt stand. Eine PME 28/40/4 Dr vom Pumpenwerk Salzwedel, Baujahr 1988, die damals 327 Mark kostete. Die Firma gibt es immer noch. Auf ihre Webseite haben sie auch Ersatzteile zum Bestellen und die Bedienungsanleitung zum Download.
In der Bezeichnung der Pumpe PME 28/40/4 steht für 28 mm Hub, 40 mm Kolben-Durchmesser und 4 bar Maximaldruck und das "Dr" für Drehstrom. Mit ihrem 250-Watt-Motor pumpt sie bei einer Hubzahl von 315 min-1 1200 l pro Stunde bei 3,5 bar. Gemessen waren es dabei allerdings dann mehr als die Nennleistung der Pumpe (360 Watt). Für die reine Förderung aus dem Brunnen nach oben, bei offenem Schlauch (und nur ca. 1 bar) zieht die Pumpe dagegen nur rund 150 Watt aus dem Netz. Dies allerdings bereits mit der unten beschriebenen Steuerung. 1988 hatte ich die Pumpe einfach mit einem Motorschutzschalter an den Drehstromanschluss geklemmt und ohne weitere Technik betrieben.
Dienstag, 17. Juni 2014
Harzausflug
Wie schön ist es doch auch gleich um die Ecke (bzw. nach den nur 88 Kilometer, die Thale von Elbenau entfernt ist). Also mal kurz in den Harz, bei durchaus heiterem Wetter. Und mit nichts anderem im Sinn als ein simples Touristenprogramm (Wandern zum Hexentanzplatz, Seilbahn etc.)
Hoch auf einem Weg, der nicht für Fahrräder geeignet ist (eigentlich ungewöhnlich für uns :-), aber mit schönen Ausblicken – in den Wald oder ins Bodetal.Und der an sonnigen Felsen vorbeiführt, an denen Blaubeeren wachsen (Nicht viel, aber der Mensch freut sich).
Oben auf dem Hexentanzplatz ist unter anderem das Harzer Bergtheater. Während der Öffnungszeiten kann man für einen Euro Eintritt durch das Theatercafé hindurch und das Theater besichtigen. Oder man bekommt sogar noch Musik: wie heute bei einer Probe zu Evita (nein, es war nicht Don't cry for me Argentina, aber auch schön). Und dazu gibt es dann im Theatercafé ein regionales Bier zur Erholung der müden Beine.
Hinunter geht es am bequemsten mit der Seilbahn. Kleiner Tip: die grünen Gondeln haben einen Glasboden. Das ist gut, wenn man mal senkrecht nach unten schauen will. Und nicht so gut, wenn man das am liebsten nicht mag, weil man nicht ganz schwindelfrei ist. (wie man an den auf den schmalen Blechrand gestellten Füßen sieht)
Zurück in Thale: eine Katze, die von jeder Farbe etwas abbekommen hat. Darüber hinaus war sie sehr zutraulich.
Hoch auf einem Weg, der nicht für Fahrräder geeignet ist (eigentlich ungewöhnlich für uns :-), aber mit schönen Ausblicken – in den Wald oder ins Bodetal.Und der an sonnigen Felsen vorbeiführt, an denen Blaubeeren wachsen (Nicht viel, aber der Mensch freut sich).
| Die ersten Blaubeeren des Jahres wachsen hier. |
Oben auf dem Hexentanzplatz ist unter anderem das Harzer Bergtheater. Während der Öffnungszeiten kann man für einen Euro Eintritt durch das Theatercafé hindurch und das Theater besichtigen. Oder man bekommt sogar noch Musik: wie heute bei einer Probe zu Evita (nein, es war nicht Don't cry for me Argentina, aber auch schön). Und dazu gibt es dann im Theatercafé ein regionales Bier zur Erholung der müden Beine.
| Blick über das Bergtheater hinweg ins Tal. |
| Falscher Bildausschnitt |
| Richtiger Bildausschnitt |
Hinunter geht es am bequemsten mit der Seilbahn. Kleiner Tip: die grünen Gondeln haben einen Glasboden. Das ist gut, wenn man mal senkrecht nach unten schauen will. Und nicht so gut, wenn man das am liebsten nicht mag, weil man nicht ganz schwindelfrei ist. (wie man an den auf den schmalen Blechrand gestellten Füßen sieht)
| Auf einem 3D-Bildschirm könnte man jetzt die 50 Meter Tiefe räumlich sehen. |
Zurück in Thale: eine Katze, die von jeder Farbe etwas abbekommen hat. Darüber hinaus war sie sehr zutraulich.
Radfahren - natürlich ohne Helm!
Der Bundesgerichtshof hat heute ein Urteil kassiert, das einer Radfahrerin eine Mitschuld an den Unfallfolgen gab, weil sie keinen Helm getragen hatte. Damit haben die Bundesrichter klargestellt, daß es keine Radhelmpflicht gibt und dem OLG Schleswig, das eine solche Helmpflicht "durch die Hintertür" – auf dem Weg der Haftungsregelung – einführen wollte, eine schallende Ohrfeige verpaßt. Das beanstandete Urteil des OLG Schleswig, das trotz richtigen Verhaltens eine automatische Mitschuld der Radfahrerin sah, war genauso böse und zynisch wie der Witz von der alten Frau, die man die Treppe hinunterschubst und hinterherruft "Oma, was rennst Du so". Nichts anderes hatten die damaligen Richter getan.
Um es nochmal festzuhalten: es gibt keine Helmpflicht, und das ist gut so! Ja, es gibt noch nicht mal einen Beweis für die Wrksamkeit von Fahrradhelmen – auch wenn diejenigen, die an Verkauf von Helmen oder an der Forschung zu Helmen verdienen, das nicht glauben wollen. So ging zum Beispiel in Australien nach Einführung der Helmpflicht die Zahl der Radfahrer etwa auf die Hälfte zurück (was an sich schon eine schädliche Wirkung des Helms ist). Glaubt man an die Wirksamkeit des Radhelms, dann hätte aber zumindest (als positive Wirkung) die Zahl der schweren Kopfverletzungen auf nahezu null zurückgehen müssen. Das tat sie aber nicht, sondern ging ebenfalls um etwa die Hälfte zurück, also im selben Maß wie die Zahl der Radfahrer. Ähnliches belegte auch eine kanadische Studie. Im Gegensatz zu Unfallsimulationen beruhen diese Zahlen auf tatsächlichen, real aufgetretenen Fällen, und was wenn nicht die Praxis ist die Meßlatte der Theorie. Und so darf etwas, dessen Nutzen zweifelhaft ist, nicht vorgeschrieben werden.
Zwei andere Überlegungen sollten dabei helfen, die aktuelle Diskussion zu relativieren: Was ist eigentlich mit Schwimmwesten und Autofahrer-Helmen? Genauer: mit einer Pflicht, selbige beim Baden bzw. beim Autofahren zu tragen:
Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann dazu etwas im Hardshell-Magazin lesen.
Um es nochmal festzuhalten: es gibt keine Helmpflicht, und das ist gut so! Ja, es gibt noch nicht mal einen Beweis für die Wrksamkeit von Fahrradhelmen – auch wenn diejenigen, die an Verkauf von Helmen oder an der Forschung zu Helmen verdienen, das nicht glauben wollen. So ging zum Beispiel in Australien nach Einführung der Helmpflicht die Zahl der Radfahrer etwa auf die Hälfte zurück (was an sich schon eine schädliche Wirkung des Helms ist). Glaubt man an die Wirksamkeit des Radhelms, dann hätte aber zumindest (als positive Wirkung) die Zahl der schweren Kopfverletzungen auf nahezu null zurückgehen müssen. Das tat sie aber nicht, sondern ging ebenfalls um etwa die Hälfte zurück, also im selben Maß wie die Zahl der Radfahrer. Ähnliches belegte auch eine kanadische Studie. Im Gegensatz zu Unfallsimulationen beruhen diese Zahlen auf tatsächlichen, real aufgetretenen Fällen, und was wenn nicht die Praxis ist die Meßlatte der Theorie. Und so darf etwas, dessen Nutzen zweifelhaft ist, nicht vorgeschrieben werden.
Zwei andere Überlegungen sollten dabei helfen, die aktuelle Diskussion zu relativieren: Was ist eigentlich mit Schwimmwesten und Autofahrer-Helmen? Genauer: mit einer Pflicht, selbige beim Baden bzw. beim Autofahren zu tragen:
- Die Zahl der jährlich bei Badeunfällen ums Leben gekommenen Menschen liegt in D etwa in der selben Größenordnung wie die der im Straßenverkehr getöteten Radfahrer. Im Jahr 2013 gab es 446 Badetote und 354 im Verkehr getötete Radfahrer. Das Tragen einer Schwimmweste hätte nahezu allen Badetoten geholfen (ok, vielleicht nicht allen, die kopf voran in zu flache Gewässer sprangen – wobei aber selbst denen, die dabei bewußtlos werden, eine Schwimmweste den Kopf über Wasser hält).
- Trotz Sicherheitsgurt und Airbag erleiden immer noch viele Autoinsassen schwere bis tödliche Kopfverletzungen, weil ihr Kopf bei einem Unfall auf Karosserieteile prallt. Deshalb sind über 90 Prozent der bei Unfällen im Straßenverkehr schwer am Kopf verletzten nicht etwa Radfahrer, sondern Autofahrer. Dabei könnte im Auto ein Helm wahrscheinlich wirklich helfen, denn im Auto üblicherweise getragene Helme sind "richtige" (Integral)helme und keine Leichtbauvariante wie die Radhelme. Auch wenn man nicht gleich dran denkt – aber die Profis tragen sehr wohl einen Helm beim Autofahren. Nicht nur die in der Formel 1, sondern auch die im Tourenwagen.
Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann dazu etwas im Hardshell-Magazin lesen.
Sonntag, 15. Juni 2014
40. Pretziener Musiksommer eröffnet
Heut wurde der 40. Pretziener Musiksommer eröffnet. Ganz schlicht, ohne eine große Feier (die das Jubiläum und die Jubilare eigentlich mehr als verdient hätten). Rüdiger und Maria Meussling, er Pfarrer (jetzt im Ruhestand) und sie Restauratorin, haben vor etwas mehr als vierzig Jahren die St.-Thomas-Kirche in Pretzien übernommen, vor dem Verfall gerettet, die romanischen Wandmalereien entdeckt und restauriert – und so "ganz nebenbei" schon während der Bauarbeiten Konzerte veranstaltet. Daß daraus eine solch lange Konzertreihe werden würde, war da wohl noch gar nicht geplant.
In den vergangenen Jahren haben beide, auch aus gesundheitlichen Gründen, schon einige Male über ein Ende der Konzertreihe nachgedacht. Zuletzt im vergangenen Jahr, als das Aus für die Konzertreihe auch schon in der Tageszeitung verkündet wurde. Dann die Überraschung, als ich vor einigen Wochen dann den Brief mit dem Programmflyer des 40. Pretziener Musiksommers erhielt.
Die Kirche war – wie bei den Konzerten von Matthias Eisenberg nicht anders zu erwarten – bereits weit vor Konzertbeginn gut gefüllt:
Vor Beginn des Konzertes gab es dann doch eine etwas längere Rede, oder besser gesagt sogar zwei. Denn Rüdiger Meussling konnte die weitere Fortsetzung des Pretziener Musiksommers verkünden, der ab jetzt in den Händen von Gommerns neuem Pfarrer Michael Seils liegt. Wer Rüdiger Meussling kennt, ahnte schon, daß diese Übergabe des Staffelstabes nicht ohne ein paar lustige Worte vor sich ging. Und apropos Staffelstab – bei Rüdiger Meussling ging es nicht unter einem echten Pretziener Bruchstein ab, den er Michael Seils in die Hand drückte. Ein passendes Symbol, als originales Baumaterial der Kirche und als Zeichen der Dauerhaftigkeit, die auch für den Musiksommer gelten solle. Michael Seils seinerseits versprach, die Reihe weiterzuführen und übernahm dann auch die weitere Leitung des Nachmittags. Inklusive eines Hinweises auf die Finanzierung der Konzertreihe ausschließlich durch die Besucher, wofür er (ähnlich wie man es schon bei Rüdiger Meussling gewohnt war) mit einer augenzwinkernden Bemerkung auf das Füllen der Sammelkörbchen hinwies.
Nach den Eröffnungsworten begann Matthias Eisenberg mit einem voll und kräftig gespielten Präludium + Fuge von Bach. Die Instrumentalstücke wechselten sich jeweils mit Arien von Bach ab, gesungen von Michael Zumpe und begleitet von Eisenberg. Diesmal war der Nachmittag ein reines Bach-Programm, das durch den Wechsel von Instrumentalmusik und Gesang unterhaltsam war. Eisenberg begeisterte wieder durch sein ausdrucksstarkes Spiel. Die Bach'sche Orgelmusik wurde durch seine improvisierende Gestaltung wieder frisch und lebendig. Selbst wenn der Organist die Noten vor sich hat, so liegen doch in seiner Hand das Einstellen der Register und vor allem die nicht im Notentext enthaltenen Verzierungen. Da kommen mitunter ungewohnte Töne hinein, die die Musik immer ein wenig anders klingen lassen. Hörte da nur ich in Bachs G-Dur-Sonate ein "Fidirallala" heraus (das aus dem Volkslied "Ein Vogel wollte Hochzeit machen")? Das Konzert jedenfalls begeisterte mich ebenso wie das gesamte Publikum. Und nach dem Applaus durfte Eisenberg nicht ohne Zugabe von der Bühne respektive der (in Pretzien so nicht vorhandenen) Orgelempore. Bei ihm schon Tradition: eine Improvisation zum Abschluß. Diesmal über zwei zwar musikalisch völlig unterschiedliche, aber inhaltlich wohl gar nicht so weit auseinanderliegende Themen: den Hochzeitsmarsch und Geh aus mein Herz und suche Freud. Eisenberg zauberte auf der Orgel, daß es eine Freude war, und zog zum Schluß nochmal alle Register – auch das für den Zymbelstern, der bei den Schlußakkorden oben an der Orgel klingelte.
Die weiteren Konzerte des Pretziener Musiksommers:
05.07.2014, 17 Uhr
Orgel und Gesang
Konzertorganist Jan Van Mol
Kammersängerin Cristel De Meulder (beide Amsterdam, NL)
Werke von J. G. Walther, J. S. Bach, J. C. Vogler, G. Böhm, W. A. Mozart und weitere
26.07.2014, 17 Uhr
Konzerte für Trompete, Violine, Violincello & Orgel
Joachim Karl Schäfer Trompete
Minjung Kang, Violine
Uwe Hirth-Schmidt, Violincello
Judit Iszak Orgel
von J. S. Bach, J. Ch. Bach, C. Ph. E. Bach, G. Donizetti, G. F. Händel u. a.
16.08.2014, 17 Uhr
Klavierkonzert
Konzertpianistin Sofja Gülbadamova (Lübeck)
A. Dvorak - Humoresken op.1, Nr. 5, 6, 7 +1
E. v. Donany - 6 Klavierstücke op.41
R. Schumann - Humoreske op. 20
13.09.2014, 17 Uhr
"Frisch gestrichen" – Konzert der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie
Leitung: Gerard Oskamp
W. A. Mozart - Divertimento d-moll KV 136
Franz Bruch - Serenade nach schwedischen Volksmelodien
Luigi Boccerini - Cellokonzert
Giachino Rossini - Serenade für Streicher
P. I. Tschaikowsky - Souvenir de Florenc
In den vergangenen Jahren haben beide, auch aus gesundheitlichen Gründen, schon einige Male über ein Ende der Konzertreihe nachgedacht. Zuletzt im vergangenen Jahr, als das Aus für die Konzertreihe auch schon in der Tageszeitung verkündet wurde. Dann die Überraschung, als ich vor einigen Wochen dann den Brief mit dem Programmflyer des 40. Pretziener Musiksommers erhielt.
Die Kirche war – wie bei den Konzerten von Matthias Eisenberg nicht anders zu erwarten – bereits weit vor Konzertbeginn gut gefüllt:
Vor Beginn des Konzertes gab es dann doch eine etwas längere Rede, oder besser gesagt sogar zwei. Denn Rüdiger Meussling konnte die weitere Fortsetzung des Pretziener Musiksommers verkünden, der ab jetzt in den Händen von Gommerns neuem Pfarrer Michael Seils liegt. Wer Rüdiger Meussling kennt, ahnte schon, daß diese Übergabe des Staffelstabes nicht ohne ein paar lustige Worte vor sich ging. Und apropos Staffelstab – bei Rüdiger Meussling ging es nicht unter einem echten Pretziener Bruchstein ab, den er Michael Seils in die Hand drückte. Ein passendes Symbol, als originales Baumaterial der Kirche und als Zeichen der Dauerhaftigkeit, die auch für den Musiksommer gelten solle. Michael Seils seinerseits versprach, die Reihe weiterzuführen und übernahm dann auch die weitere Leitung des Nachmittags. Inklusive eines Hinweises auf die Finanzierung der Konzertreihe ausschließlich durch die Besucher, wofür er (ähnlich wie man es schon bei Rüdiger Meussling gewohnt war) mit einer augenzwinkernden Bemerkung auf das Füllen der Sammelkörbchen hinwies.
Nach den Eröffnungsworten begann Matthias Eisenberg mit einem voll und kräftig gespielten Präludium + Fuge von Bach. Die Instrumentalstücke wechselten sich jeweils mit Arien von Bach ab, gesungen von Michael Zumpe und begleitet von Eisenberg. Diesmal war der Nachmittag ein reines Bach-Programm, das durch den Wechsel von Instrumentalmusik und Gesang unterhaltsam war. Eisenberg begeisterte wieder durch sein ausdrucksstarkes Spiel. Die Bach'sche Orgelmusik wurde durch seine improvisierende Gestaltung wieder frisch und lebendig. Selbst wenn der Organist die Noten vor sich hat, so liegen doch in seiner Hand das Einstellen der Register und vor allem die nicht im Notentext enthaltenen Verzierungen. Da kommen mitunter ungewohnte Töne hinein, die die Musik immer ein wenig anders klingen lassen. Hörte da nur ich in Bachs G-Dur-Sonate ein "Fidirallala" heraus (das aus dem Volkslied "Ein Vogel wollte Hochzeit machen")? Das Konzert jedenfalls begeisterte mich ebenso wie das gesamte Publikum. Und nach dem Applaus durfte Eisenberg nicht ohne Zugabe von der Bühne respektive der (in Pretzien so nicht vorhandenen) Orgelempore. Bei ihm schon Tradition: eine Improvisation zum Abschluß. Diesmal über zwei zwar musikalisch völlig unterschiedliche, aber inhaltlich wohl gar nicht so weit auseinanderliegende Themen: den Hochzeitsmarsch und Geh aus mein Herz und suche Freud. Eisenberg zauberte auf der Orgel, daß es eine Freude war, und zog zum Schluß nochmal alle Register – auch das für den Zymbelstern, der bei den Schlußakkorden oben an der Orgel klingelte.
Die weiteren Konzerte des Pretziener Musiksommers:
05.07.2014, 17 Uhr
Orgel und Gesang
Konzertorganist Jan Van Mol
Kammersängerin Cristel De Meulder (beide Amsterdam, NL)
Werke von J. G. Walther, J. S. Bach, J. C. Vogler, G. Böhm, W. A. Mozart und weitere
26.07.2014, 17 Uhr
Konzerte für Trompete, Violine, Violincello & Orgel
Joachim Karl Schäfer Trompete
Minjung Kang, Violine
Uwe Hirth-Schmidt, Violincello
Judit Iszak Orgel
von J. S. Bach, J. Ch. Bach, C. Ph. E. Bach, G. Donizetti, G. F. Händel u. a.
16.08.2014, 17 Uhr
Klavierkonzert
Konzertpianistin Sofja Gülbadamova (Lübeck)
A. Dvorak - Humoresken op.1, Nr. 5, 6, 7 +1
E. v. Donany - 6 Klavierstücke op.41
R. Schumann - Humoreske op. 20
13.09.2014, 17 Uhr
"Frisch gestrichen" – Konzert der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie
Leitung: Gerard Oskamp
W. A. Mozart - Divertimento d-moll KV 136
Franz Bruch - Serenade nach schwedischen Volksmelodien
Luigi Boccerini - Cellokonzert
Giachino Rossini - Serenade für Streicher
P. I. Tschaikowsky - Souvenir de Florenc
Abonnieren
Posts (Atom)


