Wenzel stand mit Mascha und Theo auf der Bühne, alles drei sangen und spielten Kinderlieder, alte, die man bereits von Maschas Kinderlieder-CD kannte ebenso wie neue, von der neuen CD. Eines war besonderes schön, das vom kleinen Matrosen Kalle Theodor. Hätte durchaus von Wenzel sein können, war aber (wie ich erst zu Hause nachschlug) wohl aus einem Pip-Langstrumpf-Film. Aber wie auch immer, ein schönes und zugleich trauriges Lied, und so wie es Theo in seinem Matrosenhemd sang, passte es perfekt zu Stimmung des Liedes.
Das Konzert war eines für Klein und Groß, es saßen mindestens ebenso viele Erwachsene wie Kinder im Publikum. Und damit nicht alle passiv herum sitzen, gab es „Laurentia“ - „Ja, ihr müßt jetzt aufstehen“, rief Wenzel ins Publikum. Alte, beinahe vergessene Kinderspiele und -reime wurden lebendig. Und Lieder zum mitsingen, „Bunt ja bunt sind alle meine Kleider“ oder das von der kleinen Wanze, die auf der Mauer auf der Lauer liegt. „Ein Lied, bei dem gespart wird. Das ist wie bei unserem Staat, der an allem spart, was wichtig ist, Kultur, Kinder, ...“ sagte Wenzel und bekam selbstverständlich viel Beifall dafür.
Später kam die Band dazu. Theos Schlagzeuglehrer Steffen Dohanetz, Tommy Krawallo (Gitarre), Hannes Scheffler (Baß). Sie spielten zum Schluß noch Woody Guthries „Daddy wäscht mir nie mein Gesicht“. Das Familienkonzert hätte wohl noch lange so weitergehen können. Aber der Abend würde noch lang genug werden, also kurze Ruhepause für Musiker und Publikum.
Eine der wichtigsten Faustformeln beim Fotografieren: Sonne lacht - Blende 8. Die Belichtungszeit entspricht dabei etwa der ISO-Filmempfindlichkeit. Klappt auch heute noch.
Samstag, 23. Juni 2018
Improvisiertes Camping in Kamp
Camping in Kamp? Na ja, eher die Minimalversion: schlafen im Kombi, die Rücksitzbank heruntergeklappt. Eigentlich ausreichend, nur könnte der Laderaum ruhig zehn Zentimeter länger sein. Aber angesichts dessen, dass es erst um zwei ins Bett ging und die Sonne uns schon um fünf wieder weckte, war es schon ganz gut so.
Der von der Sonne gut temperierte Rotwein schmeckte, und ansonsten gab es ja dann beim Konzert genügend einheimische Getränke.
Der von der Sonne gut temperierte Rotwein schmeckte, und ansonsten gab es ja dann beim Konzert genügend einheimische Getränke.
Freitag, 8. Juni 2018
Stummfilmkino in Pechau
Schon zum zehnten Mal hatten Claudia und Carsten Kriegenburg das Wanderkino zur Stummfilmnacht nach Pechau eingeladen:
In ihrem fast 50 Jahre alten Magirus-Deutz-Feuerwehr-Oldtimer fahren die beiden Musiker jeden Sommer quer durch Deutschland, auch Nachbarländer im Süden und Norden bis jenseits der Ostsee stehen regelmäßig auf dem Tourplan. Nach Pechau brachten sie diesmal einige Kurzfilme von Larry Sermon (u.a. The Hunter, The Sportsmen) und Charly Chaplin (Kid's Car Race in Venice) mit und einen längeren Film von Buster Keaton (Seven Chances).
Normalerweise findet die Stummfilmnacht auf der Wiese des Umflutkanals statt, mit dem Deich als erhöhte Sitzgelegenheit. Der Deich ist zur Zeit Baustelle, deshalb zog das Kino auf eine Wiese am Pechauer See, unterhalb der Kirche um, in eine ebenfalls wunderbare Naturkulisse. Carsten Kriegenburg freute sich, daß auch an den Ausweichstandort so viele Besucher kamen. "Kino hatten wir hier ja auch schon gezeigt", sagte er, "für den Stummfilm ist es eine Premiere". Er wies auf das zehnjährige Jubiläum der Stummfilmnacht in Pechau ebenso hin wie darauf, daß Tobias Rank und Gunthard Stephan seit inzwischen 19 Jahren mit ihrem Stummfilmkino unterwegs sind. Und blickte damit schon auf 2019 voraus: "Im nächsten Jahr können wir dann die 'Schnapszahl' 11 Jahre Stummfilmkino in Pechau und das 20. Jubiläum des 'Wanderkinos' feiern". Auch über "sein" Pechauer Publikum freute er sich: "es bleibt kein Müll auf der Wiese und es fehlt fast kein Weinglas, und wenn doch, dann steht es am nächsten Morgen vor meiner Haustür, mít einer Spende für das Kino darin". Apropos Spende: die Kinonacht wurde auch in diesem Jahr mit freiem Eintritt durchgeführt und über freiwillige Spenden (eine Spendenbüchse – die auch benutzt wurde – stand am Weintresen) finanziert. Dort gab es nicht nur Getränke – viele Pechauer Familien hatten Pizzas gebacken und mitgebracht. Andere hatten im Vorfeld beim Aufbau (und tags drauf dann beim Abbau) geholfen, gekühlte Getränke herangeholt oder halfen bei der Versorgung der Besucher mit Speisen und Getränken.
Tobias Rank – Piano
Gunthard Stephan – Geige
In ihrem fast 50 Jahre alten Magirus-Deutz-Feuerwehr-Oldtimer fahren die beiden Musiker jeden Sommer quer durch Deutschland, auch Nachbarländer im Süden und Norden bis jenseits der Ostsee stehen regelmäßig auf dem Tourplan. Nach Pechau brachten sie diesmal einige Kurzfilme von Larry Sermon (u.a. The Hunter, The Sportsmen) und Charly Chaplin (Kid's Car Race in Venice) mit und einen längeren Film von Buster Keaton (Seven Chances).
Normalerweise findet die Stummfilmnacht auf der Wiese des Umflutkanals statt, mit dem Deich als erhöhte Sitzgelegenheit. Der Deich ist zur Zeit Baustelle, deshalb zog das Kino auf eine Wiese am Pechauer See, unterhalb der Kirche um, in eine ebenfalls wunderbare Naturkulisse. Carsten Kriegenburg freute sich, daß auch an den Ausweichstandort so viele Besucher kamen. "Kino hatten wir hier ja auch schon gezeigt", sagte er, "für den Stummfilm ist es eine Premiere". Er wies auf das zehnjährige Jubiläum der Stummfilmnacht in Pechau ebenso hin wie darauf, daß Tobias Rank und Gunthard Stephan seit inzwischen 19 Jahren mit ihrem Stummfilmkino unterwegs sind. Und blickte damit schon auf 2019 voraus: "Im nächsten Jahr können wir dann die 'Schnapszahl' 11 Jahre Stummfilmkino in Pechau und das 20. Jubiläum des 'Wanderkinos' feiern". Auch über "sein" Pechauer Publikum freute er sich: "es bleibt kein Müll auf der Wiese und es fehlt fast kein Weinglas, und wenn doch, dann steht es am nächsten Morgen vor meiner Haustür, mít einer Spende für das Kino darin". Apropos Spende: die Kinonacht wurde auch in diesem Jahr mit freiem Eintritt durchgeführt und über freiwillige Spenden (eine Spendenbüchse – die auch benutzt wurde – stand am Weintresen) finanziert. Dort gab es nicht nur Getränke – viele Pechauer Familien hatten Pizzas gebacken und mitgebracht. Andere hatten im Vorfeld beim Aufbau (und tags drauf dann beim Abbau) geholfen, gekühlte Getränke herangeholt oder halfen bei der Versorgung der Besucher mit Speisen und Getränken.
Freitag, 1. Juni 2018
Musik für Harfe und Saxophon
Am Freitag gab es in der Bad Salzelmer Johanniskirche ein Konzert in einer ungewöhnlichen Besetzung, für Harfe und Saxophon.
Harfe und Saxophon, ein so leises und ein so lautes Instrument, eines aus der klassischen Musik, ein anderes aus der Unterhaltungsmusik – geht das? Das werden sich wohl einige der Konzertbesucher beim Lesen der Konzert-Ankündigung gefragt haben. Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: ja, beide Instrumente passten sehr gut zusammen. Zu Beginn des Konzerte, nachdem es im Kirchenschiff ganz still wurde, lässt Anna Maria Schwichtenberg ihre Harfe einmal perlend klingen, dann übernimmt Götz Baerthold die Stimmführung mit seinem Saxophon.
Schwichtenberg und Baerthold musizieren normalerweise in der Magdeburger Philharmonie. „Wir wollten einfach mal etwas völlig anderes, neues probieren“, sagten sie. Das erforderte auch die Suche nach passender Musik, weil es kaum Original-Literatur für diese Kombination gibt. „Wir fanden nur ein einziges Stück für Saxophon und Harfe, vom Berliner Komponisten Gustav Bumcke“, sagte Götz Baerthold. Dieses erwies sich dann als eine Komposition, bei der beide Instrumente gleichermaßen zur Geltung kamen. Ein sehr harmonisch klingendes Saxophon wurde von Tonfolgen der Harfe begleitet, die wie ein warmer Sommerregen durch die Kirche perlten.
Anna Maria Schwichtenberg – Harfe
Götz Baerthold – Saxophon
Harfe und Saxophon, ein so leises und ein so lautes Instrument, eines aus der klassischen Musik, ein anderes aus der Unterhaltungsmusik – geht das? Das werden sich wohl einige der Konzertbesucher beim Lesen der Konzert-Ankündigung gefragt haben. Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: ja, beide Instrumente passten sehr gut zusammen. Zu Beginn des Konzerte, nachdem es im Kirchenschiff ganz still wurde, lässt Anna Maria Schwichtenberg ihre Harfe einmal perlend klingen, dann übernimmt Götz Baerthold die Stimmführung mit seinem Saxophon.
Schwichtenberg und Baerthold musizieren normalerweise in der Magdeburger Philharmonie. „Wir wollten einfach mal etwas völlig anderes, neues probieren“, sagten sie. Das erforderte auch die Suche nach passender Musik, weil es kaum Original-Literatur für diese Kombination gibt. „Wir fanden nur ein einziges Stück für Saxophon und Harfe, vom Berliner Komponisten Gustav Bumcke“, sagte Götz Baerthold. Dieses erwies sich dann als eine Komposition, bei der beide Instrumente gleichermaßen zur Geltung kamen. Ein sehr harmonisch klingendes Saxophon wurde von Tonfolgen der Harfe begleitet, die wie ein warmer Sommerregen durch die Kirche perlten.
Samstag, 26. Mai 2018
Pretziener Musiksommer – Lukas Storch
Heute wurde der 44. Pretziener Musiksommer eröffnet. An der Orgel saß der Leipziger Organist Lukas Storch.
Pfarrer Michael Seils hob bei der Eröffnung auch das langjährige Wirken seines Amtsvorgängers Rüdiger Meussling hervor, der gemeinsam mit seiner Frau Maria die Konzertreihe 40 Jahre lang organisiert hatte. Daß er in seiner kurzen Ansprache auch von "Zukunftsmusik" sprach, lies auf einen weiteren langen Fortbestand der sommerlichen Musikreihe schließen, auf die das Wort "traditionell" inzwischen wirklich zutrifft.
Mit Lukas Storch saß im ersten Konzert des diesjährigen Pretziener Musiksommers ein gerade dreißig Jahre junger Musiker auf der Orgelbank. Pfarrer Michael Seils hatte seine Frau Franziska, die in Halle an der Hochschule für Kirchenmusik lehrt, gefragt, ob sie nicht mal „Kontakt zu einigen der besten Absolventen herstellen könne“. Diese direkte Art der Künstlervermittlung führte zu einem ausgezeichneten Konzerterlebnis in der Pretziener St.-Thomas-Kirche.
Lukas Storch, der nach dem Studium der Kirchenmusik noch ein Improvisationsstudium in Leipzig absolvierte und jetzt Kirchenmusiker im Leipziger Süden ist, hatte sein Programm im mitteldeutschen Raum angesiedelt. Den Beginn machte der Meister der Kirchen und Orgelmusik, Johann Sebastian Bach. Dessen Fantasia "Komm heiliger Geist" aus den Leipziger Chorälen wählte Lukas Storch passend zur Pfingstzeit aus. Bachs klare Melodien unterlegte er mit einem wogenden auf und ab von Tönen.
Neben Johann Sebastian Bach gab es Werke von Friedrich Wilhelm Zachow und Samuel Scheidt. Zwei Hallenser Komponisten der Barockzeit, an denen in Halle kein Musikstudent vorbeikommt, wie Lukas Storch sagte. Die zwölf Variationen von Zachow über die Choralmelodie "Jesu meine Freude" schienen zugleich eine musikalische Führung durch die Möglichkeiten der Pretziener Orgel zu sein, die Storch mal perlend hell, mal tief im dunklen Bass klingen ließ.
Noch interessanter waren Storchs Orgel-Improvisationen. „Ich möchte der Musik der alten Meister gegenüberstellen, wie man heute damit umgehen kann“, sagte er dazu. Und das klang dann auf eine reizvolle Art modern. Sich wiederholende Muster von kurzen, leisen Tonfolgen erinnerten anfangs an Minimal Music, später kamen Trompetentöne hervor, aus denen sich die gewaltige Choralmelodie „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ (und damit auch zum Pfingstfest passend) entwickelte. Storchs Version würde auch zur Filmmusik taugen. In einer anderen Improvisation mischte Lukas Storch Kirchenmusik mit Tangoklängen, unterlegte sie mit den langsamen Sub-Bass-Vibrationen des Modulators und fügte Trompetenklänge hinzu, bis sich die Orgel am Ende wie ein Orchestrion, eine Jahrmarkts- oder eine Kinoorgel anhörte. Das war Musik, die Freude ausstrahlte.
Pfarrer Michael Seils hob bei der Eröffnung auch das langjährige Wirken seines Amtsvorgängers Rüdiger Meussling hervor, der gemeinsam mit seiner Frau Maria die Konzertreihe 40 Jahre lang organisiert hatte. Daß er in seiner kurzen Ansprache auch von "Zukunftsmusik" sprach, lies auf einen weiteren langen Fortbestand der sommerlichen Musikreihe schließen, auf die das Wort "traditionell" inzwischen wirklich zutrifft.
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| Lukas Storch an der Hüfken-Orgel in St. Thomas Pretzien |
Mit Lukas Storch saß im ersten Konzert des diesjährigen Pretziener Musiksommers ein gerade dreißig Jahre junger Musiker auf der Orgelbank. Pfarrer Michael Seils hatte seine Frau Franziska, die in Halle an der Hochschule für Kirchenmusik lehrt, gefragt, ob sie nicht mal „Kontakt zu einigen der besten Absolventen herstellen könne“. Diese direkte Art der Künstlervermittlung führte zu einem ausgezeichneten Konzerterlebnis in der Pretziener St.-Thomas-Kirche.
Lukas Storch, der nach dem Studium der Kirchenmusik noch ein Improvisationsstudium in Leipzig absolvierte und jetzt Kirchenmusiker im Leipziger Süden ist, hatte sein Programm im mitteldeutschen Raum angesiedelt. Den Beginn machte der Meister der Kirchen und Orgelmusik, Johann Sebastian Bach. Dessen Fantasia "Komm heiliger Geist" aus den Leipziger Chorälen wählte Lukas Storch passend zur Pfingstzeit aus. Bachs klare Melodien unterlegte er mit einem wogenden auf und ab von Tönen.
Neben Johann Sebastian Bach gab es Werke von Friedrich Wilhelm Zachow und Samuel Scheidt. Zwei Hallenser Komponisten der Barockzeit, an denen in Halle kein Musikstudent vorbeikommt, wie Lukas Storch sagte. Die zwölf Variationen von Zachow über die Choralmelodie "Jesu meine Freude" schienen zugleich eine musikalische Führung durch die Möglichkeiten der Pretziener Orgel zu sein, die Storch mal perlend hell, mal tief im dunklen Bass klingen ließ.
Noch interessanter waren Storchs Orgel-Improvisationen. „Ich möchte der Musik der alten Meister gegenüberstellen, wie man heute damit umgehen kann“, sagte er dazu. Und das klang dann auf eine reizvolle Art modern. Sich wiederholende Muster von kurzen, leisen Tonfolgen erinnerten anfangs an Minimal Music, später kamen Trompetentöne hervor, aus denen sich die gewaltige Choralmelodie „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ (und damit auch zum Pfingstfest passend) entwickelte. Storchs Version würde auch zur Filmmusik taugen. In einer anderen Improvisation mischte Lukas Storch Kirchenmusik mit Tangoklängen, unterlegte sie mit den langsamen Sub-Bass-Vibrationen des Modulators und fügte Trompetenklänge hinzu, bis sich die Orgel am Ende wie ein Orchestrion, eine Jahrmarkts- oder eine Kinoorgel anhörte. Das war Musik, die Freude ausstrahlte.
Samstag, 19. Mai 2018
Dixieland in Zens – Alte Wache
Schon zum 22. Mal gab es im großen romantischen Garten der Famile Feldbach in Zens ein Dixielandkonzert. Diesmal war die "Alte Wache" aus Potsdam zu Gast.
Zu Beginn des Konzertes, nach den ersten Dixieland-Klängen, begrüßte Michael Feldbach die etwa 460 Gäste und bedankte sich bei allen, die an der Vorbereitung beteilgt waren, unter anderem der Heimatverein Zens und die Freiwillige Feuerwehr Zens. Und er wies auf ein großes Sparschwein hin, in dem Geld für einen guten Zweck – für den Eigenanteil der Kirchgemeinde zur Reparatur der Kirchturmuhr - gesammelt wurde.
Außerdem konnte er auch in diesem Jahr wieder auf eine Ausstellung hinweisen, die heute im Carport des Feldbachschen Anwesens zu sehen war: in diesem Jahr stellte Matthias Röhricht unter dem Titel "Fernsichten" Fotos mit sehr interessanten Perspektiven vor, in denen mittels super-langer Telebrennweiten Nah und Fern scheinbar zusammenrückten.
Das Dixielandkonzert in Zens ist ein fester Termin innerhalb der „Klänge im Raum“, dem Musikfest des Salzlandkreises. Viele kommen oft nicht einmal der konkreten Band wegen, sondern gehören zum Stammpublikum, das weiß, daß es jedes Mal gut unterhalten wird. Das Konzert findet immer am Pfingstsonnabend statt – deshalb sollte sich jeder schon mal den nächsten Termin in den Kalender eintragen. Pfingstsonnabend 2019 ist am 8. Juni.
Nun aber zur Band. Die spielte ganz unaufgeregten und bodenständigen Dixieland, so selbstverständlich, fröhlich und locker, wie das nach jahrzehntelanger Bühnenerfahrung eben geht. "Die meisten von uns spielen schon seit 35 Jahren zusammen", sagte Bandleader Erhard Pannek. Pannek leitete nicht nur die Band, sondern hatte auch manche Anekdote zur Musik und zur Band dabei, und gleich am Anfang auch den Kalauer, wonach eine Alte Wache besser sei als eine schlafende Junge. Wenn Panecke wenig später auf das Alter der Band und der Musiker zu sprechen kam, dann fällt mir dazu natürlich auch gleich eine Textzeile (von Udo Lindenberg) ein, die gut und gern auch das Zeug zum Kalauer hätte: „Bei Onkel Pö spielt 'ne Rentnerband, seit zwanzig Jahren Dixieland...“
Wie auch immer, ob alt ob jung, müde wurde bei der Alten Wache keiner. Die Musik der Band war, wenn auch wohltuend oldschool, erfrischend munter. Besonders toll, wenn dann auch noch Gesang hinzukam, von Erhard Panecke mit seiner passend zur Dixieland-Athmosphäre passenden rauchig-kratzigen Stimme, mehrstimmig oder (wie bei „Rosanna, oh Rosanna“) im Wechselgesang.
Erhard Pannek – Trompete, Gesang
Silke Zimmermann-Haase – Saxophon
Hans-Dieter Ristau – Posaune
Gunnar Beetz – Tenorbanjo, Gesang
Detlef Czopp – Schlagzeug
Helmuth Feibicke – Tuba
| Dixiland in Zens: die "Alte Wache" aus Potsdam sorgt für viele Besucher |
Zu Beginn des Konzertes, nach den ersten Dixieland-Klängen, begrüßte Michael Feldbach die etwa 460 Gäste und bedankte sich bei allen, die an der Vorbereitung beteilgt waren, unter anderem der Heimatverein Zens und die Freiwillige Feuerwehr Zens. Und er wies auf ein großes Sparschwein hin, in dem Geld für einen guten Zweck – für den Eigenanteil der Kirchgemeinde zur Reparatur der Kirchturmuhr - gesammelt wurde.
Außerdem konnte er auch in diesem Jahr wieder auf eine Ausstellung hinweisen, die heute im Carport des Feldbachschen Anwesens zu sehen war: in diesem Jahr stellte Matthias Röhricht unter dem Titel "Fernsichten" Fotos mit sehr interessanten Perspektiven vor, in denen mittels super-langer Telebrennweiten Nah und Fern scheinbar zusammenrückten.
Das Dixielandkonzert in Zens ist ein fester Termin innerhalb der „Klänge im Raum“, dem Musikfest des Salzlandkreises. Viele kommen oft nicht einmal der konkreten Band wegen, sondern gehören zum Stammpublikum, das weiß, daß es jedes Mal gut unterhalten wird. Das Konzert findet immer am Pfingstsonnabend statt – deshalb sollte sich jeder schon mal den nächsten Termin in den Kalender eintragen. Pfingstsonnabend 2019 ist am 8. Juni.
| Michael Feldbach begrüßt die Gäste des Dixiland-Konzertes |
Wie auch immer, ob alt ob jung, müde wurde bei der Alten Wache keiner. Die Musik der Band war, wenn auch wohltuend oldschool, erfrischend munter. Besonders toll, wenn dann auch noch Gesang hinzukam, von Erhard Panecke mit seiner passend zur Dixieland-Athmosphäre passenden rauchig-kratzigen Stimme, mehrstimmig oder (wie bei „Rosanna, oh Rosanna“) im Wechselgesang.
Sonntag, 29. April 2018
Drei Ringe, #1
Im Stuttgarter Innenministerium befindet sich ein Kunstwerk des Potsdamer Künstlers Reik Elias. Unter dem Titel "Drei Ringe" fertigte er drei riesige Metallringe an, die teils aus rostigem Stahl, teils aus hochglänzendem Edelstahl bestehen. Der mit 10,8 Meter Durchmesser größte von ihnen befindet im öffentlich zugänglichen Atrium, zwei weitere in anderen Innenhöfen des 2013 fertiggestellten Gebäudes.
Objekte in derartiger Größe, beiläufig wie eben mal abgestellt an die Wand gelehnt, irritieren den Blick schon durch ihre Proportionen, vor allem wenn nicht nur abstrakte Gebäudelinien, sondern Menschen einen Vergleich bieten. Geht man näher heran, bietet die Spiegelung am Innenkonus einen interessanten Blick auf die streng rechtwinklige Struktur des Gebäudes.
Eine Interpretation des Künstlers ist auf der Webseite zum Gebäude zu finden, bzw. in dieser pdf-Datei.
Objekte in derartiger Größe, beiläufig wie eben mal abgestellt an die Wand gelehnt, irritieren den Blick schon durch ihre Proportionen, vor allem wenn nicht nur abstrakte Gebäudelinien, sondern Menschen einen Vergleich bieten. Geht man näher heran, bietet die Spiegelung am Innenkonus einen interessanten Blick auf die streng rechtwinklige Struktur des Gebäudes.
Eine Interpretation des Künstlers ist auf der Webseite zum Gebäude zu finden, bzw. in dieser pdf-Datei.
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